Projekt Kinderzimmer – Fortschritte und Erfahrungen

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Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugfreies Kinderzimmer: Wir schicken das Spielzeug in Urlaub

Eine Woche ist es jetzt her seit wir das Spielzeug aus dem Kinderzimmer der kleinen Lady mit ihrem Einverständnis „in den Urlaub geschickt“ haben. Bevor wir losgelegt haben alles auszuräumen und zu verpacken, habe ich die kleine Lady gefragt ob sie sich ein paar Sachen aussuchen möchte, die da bleiben. Daraufhin wählte sie ihre vier liebsten Kuscheltiere aus, die auch nachts ihr Bett bevölkern. „Sonst kann alles, alles weg, Mama.“, vermeldete sie entschlossen. Sogar die Bücher sollten weg mit Ausnahme der aktuellen Vorlese-Lektüre zum Einschlafen. Zurück blieb ein leeres Zimmer mit viel Platz zum Toben und seit langem wurde mal wieder das Tipi aufgestellt.

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Leeres Kinderzimmer, voller Flur – Ausmisten und neu sortieren

Doch wohin nun mit all dem Spielzeug? Erst einmal wurde alles in den Flur geschafft und mit einer großen Decke abgehängt. Aus den Augen, aus dem Sinn, oder so ähnlich. Dann ging es ans längerfristige Umräumen…

Spielsachen, die in meinen Augen schon länger nicht mehr (oder noch nie) gefragt waren, kamen in den Keller. Ein Teil wanderte in die „wird vermutlich nicht mehr gebraucht“-Kiste. In ein paar Monaten werde ich sie nochmal durchgehen und sehen was verkauft, verschenkt oder entsorgt werden kann. Sachen, von denen ich erwarte, dass die kleine Lady sie schnell zurück verlangt, habe ich in greifbarer Nähe verstaut. Ein paar sind in Kisten mit Deckel in ihren Kleiderschrank untergekommen. Andere in die oberen Fächer des Regals im Zimmer der kleinen Maid gewandert. Insgesamt soll nicht mehr so viel Spielzeug auf einmal zur Verfügung stehen, sondern öfter mal das Angebot ausgetauscht werden.

Auch die Kisten mit Spielsachen, die aufgehoben werden, habe ich so gut es ging ausgedünnt. Nur eine Auswahl der schönsten Spiel-Lebensmittel in die Kinderküche eingeräumt. Ein paar Verkleidungssachen, die nie benutzt wurden, kaputt waren oder zu klein, entsorgt. Nur eine kleine Familie bunter Ponys ausgewählt um mit dem Ponyhaus zu spielen und nur ein wenig Zubehör dazu gelegt. Wer braucht schon 30 Ponys und dazu 15 Kämme verschiedener Formen und Farben? *pfeif*

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugangebot präsentieren: Ein bisschen Montessori

Der nächste Schritt betraf die Präsentation der Spielsachen. In einem Möbelhaus habe ich schöne aus Naturmaterialien geflochtene Korbtabletts gefunden, die nun die Pferde der kleinen Lady und die Winnie Pooh Figuren der kleinen Maid beherbergen. Schön an dieser Aufbewahrung: die Kinder sehen gleich was ihnen zur Verfügung steht und können das ganze Tablett mit auf den Boden nehmen und danach alles wieder einräumen und es wegstellen. Außerdem wird das Körbchen gerne zum Stall, zur Weide oder als runder Reitplatz umfunktioniert. Ja, ich würde sagen ein erster Erfolg in Sachen freies, kreatives Spiel.

Auch der Kleiderschrank der kleinen Lady hat noch einmal eine Generalüberholung im Sinne des Montessori-Leitspruchs „Hilf mir es selbst zu tun“ erfahren. Hosen und Unterwäsche befinden sich jetzt in Körben direkt unter der Kleiderstange mit den Pullis und Kleidern. Die Hosen habe ich dabei unter die Pullis platziert, weil sie ja zusammen gehören, während die Stumpfhosen unter den Kleidchen lagern.

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Erste Beobachtungen und Erfahrungen

Das neue, übersichtlichere Kinderzimmer gefällt nicht nur der kleinen Lady sehr gut. Auch ich habe das Gefühl dort jetzt freier atmen zu können. Schon vorher hatte jedes Teil seinen Platz, wo es hingehört, doch nun sind es einfach weniger Teile und damit ist viel schneller aufgeräumt. Weniger Teile bedeutet auch weniger Sucherei. Das hat wiederum weniger Zeug auf dem Boden zur Folge, weil die Kisten nicht mehr einfach ausgeleert werden.

Es dauerte übrigens gerade mal einen Tag bis die kleine Lady das erste Spielzeug zurück verlangte und zwar ihre Verkleidungskiste. Das zweite waren die Puzzles. Dann waren wir so viel draußen bei dem schönen Wetter, dass nicht wirklich was vermisst wurde. Trotzdem wurde das angebotene Tablett mit den Schleich-Pferden sehr gerne angenommen. Außerdem durften die 10 absoluten Lieblingsbücher wieder einziehen, das Indianer-Playmobil, die Puzzles und ein Pferde-Stickerbuch. Auch die vom Prinzen ausrangierte Nachttischlampe hat sich die kleine Lady gekrallt. Irgendwie sieht ihr Zimmer jetzt schon wieder ein wenig Erwachsener aus. Hachz, mein Vorschulkind…

Ich bin sehr gespannt wie sich das Spielverhalten nun weiter entwickelt. Auch im Zimmer der kleinen Maid wurde ein wenig umgeräumt. Aber das zeige ich euch ein anderes Mal. Als nächstes stehe ich vor der Herausforderung mir den Kopf über Weihnachtsgeschenke zu zerbrechen. Weniger ist mehr, soweit so gut. Aber welches „weniger“ darf es denn dieses Jahr sein? Immerhin wünschen sich die Kinder Schoko- statt Spielzeug-Adventskalender. Puh!

Projekt Kinderzimmer – Spielzeugfrei & Montessori

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Projekt Kinderzimmer Kampf dem Chaos

„Wir schicken das Spielzeug in Urlaub!“

Diesen Vorschlag unterbreitete ich der kleinen Lady neulich, als ihr Zimmer mal wieder aussah als hätte eine Bombe eingeschlagen. Irgendwas wurde gesucht, alle Kisten ausgeleert und der Inhalt auf dem Boden verteilt. Kein Wunder, wenn sie dann zum Spielen das Weite sucht und ins Zimmer ihrer Schwester oder ins Wohnzimmer auswandert. Obwohl ich immer wieder am Ausmisten und Reorganisieren bin, haben wir einfach zu viel Spielzeug. Doch kaum möchte man sich von etwas trennen, spielen die Kinder auf einmal damit als wäre es das allerliebste Spielzeug. Wer kennt es?

Obwohl bei uns jedes Spielzeug seinen festen Ort hat, an den es gehört, ist es immer wieder schwierig auch nur einmal in der Woche die Kinder zum Aufräumen zu bewegen damit gesaugt werden kann. Und immer wieder höre ich „Mir ist langweilig! Ich weiß nicht was ich spielen soll!“ Womit mir die kleine Lady wirklich die Augen geöffnet hat war der letzte Besuch im Spielwarenladen. „Ich brauche nichts, Mama. Wir haben doch schon so viel.“ Wie wahr! Und vieles davon habe ich angeschafft, weil ich es so niedlich fand oder der Ansicht war, dass es den Kindern bestimmt gut gefallen wird und ich ihnen eine Freude machen wollte. Darf ich mich da überhaupt beschweren, wenn sie es nicht schaffen Ordnung zu halten?

Spielzeugfrei – Weniger ist mehr

Nach unserem Urlaub wollen wir jetzt das Spielzeug in Urlaub schicken. Alles soll in Kisten verpackt in den Keller wandern. Und dann schauen wir mal welches Spielzeug wirklich vermisst wird und wieder oben einziehen darf. Ich bin schon sehr gespannt, welches Spielzeug zurück verlangt wird. Auch die kleine Lady ist schon aufgeregt und freut sich auf das Experiment.

Die Keller-Kisten werden gut beschriftet und öfter zum Austausch angeboten. Spielzeug, das überhaupt nicht gefragt ist, wird mit der Zeit verkauft oder verschenkt. Ich tue mir etwas schwer damit, denn nicht immer sehen die Kinder ein sich von den Sachen zu trennen, mit denen sie meiner Meinung nach gar nicht mehr spielen. Wie macht ihr das? Heimlich entsorgen, oder aufbewahren bis die Kinder alt genug sind selbst einzusehen, dass sie es nicht mehr brauchen?

Und wie schafft man es, dass Weihnachten und Geburtstage nicht ausarten und wieder so viel Spielzeug hinein geschwemmt wird? Wir haben die letzten Jahre alle gebeten zusammen zu legen für ein großes Geschenk. Aber trotzdem hatten viele zusätzlich ein kleines Geschenk, weil sie ja auch etwas verpacken und übergeben wollten. Auch der Prinz bringt seinen Töchtern gerne eine Kleinigkeit von seinen Dienstreisen mit. Nicht einfach…

Montessori – Hilf mir es selbst zu tun

Das Nächste, was mir wichtig ist: die Kinder sollen möglichst an alles selbst ran kommen in ihren Zimmern. Der kleinen Lady haben wir jetzt zum Beispiel die Kleiderstange in ihrem Kleiderschrank tiefer eingebaut. Aktuell überlege ich noch wie ich die anderen Kleidungsstücke besser zugänglich machen kann. Immerhin haben wir schon mal für alles eine eigene Kiste: Hosen, Pullis, Shirts, Strumpfhosen, usw.

Projekt Kinderzimmer Kleiderschrank auf Augenhöhe

Bei der kleinen Maid würde ich gerne das große Regal, das unsere Kuschel-Leseecke vom Spielbereich trennt, durch ein halbhohes Regal ersetzen. Kleineres Regal, weniger Spielzeug, mehr Übersicht.

Was ich mir davon erhoffe:

  • weniger Spielzeug-Chaos in der Wohnung
  • intensiveres spielen
  • gesteigerte Wertschätzung der Spielsachen

Am meisten muss ich wohl an mir selbst arbeiten. Ich darf nicht mehr so viel für die Kinder anschaffen. Das gilt auch für Kleidung. Immerhin bin ich hier schon auf einem ganz guten Weg und kaufe weniger und dafür wertiger. Manche Sachen kaufe ich auch erst nach, wenn ich merke, dass wir davon zu wenig haben und ich mit dem Waschen nicht hinterher komme.

Projekt Kinderzimmer Umsetzung

  • alle Spielsachen nach Themenbereichen sortiert in Kisten mit Deckel verpacken, beschriften und in den Keller bringen
  • Spielsachen angelehnt an Montessori präsentieren (mit offenen Körben oder Tabletts und alles gut erreichbar)
  • beobachten welche Spielsachen vermisst und zurück verlangt werden
  • beobachten wie sich das Spielverhalten entwickelt
  • Ideen für Geschenke sammeln wie z.B. Verbrauchsmaterialien zum Basteln, Knete, benötigte Kleidung,… und echte Herzenswünsche
  • nicht mehr benötigtes Spielzeug verkaufen, verschenken, spenden

Gehen wir es an! Ich bin gespannt und werde euch bei Gelegenheit mal von unseren Fortschritten und Erfahrungen im Projekt Kinderzimmer berichten.

Einblicke in unsere Kinderzimmer: (in aufgeräumtem Zustand) ^-^

Waldtier-Kinderzimmer der kleinen Maid (2) – früher das Zimmer der kleinen Lady
Indianer-Kinderzimmer der kleinen Lady (5)

Besuch in Berlin bei kleinen und großen Freunden

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Dieses Jahr waren wir schon in Paris, in Prag und drei wunderbare Wochen in Österreich am Millstätter See und nun waren wir erneut in Tschechien und sind von dort aus weiter gefahren nach Berlin. In Sachen Fernweh und Tapetenwechsel kann ich mich also nicht beschweren. Ich reise gerne und seit wir Kinder haben, sehe ich alles noch einmal mit anderen Augen. Jeder Tagesausflug wird zum Abenteuer und ich kann ohne schiefe Blicke zu ernten in die ganzen Kinder-Attraktionen gehen. *kicher*

Berlin Karls Erdbeerhof Rechenzentrum

Freizeitprogramm in Berlin: Erdbeerhof und Asia-Futtertempel

Auch in Berlin war unser Programm eine bunte Mischung für Groß und Klein. Wenn es zu Karls Erdbeerhof geht, ist für jeden was dabei. Die Kinder freuen sich auf das Tobeland, die Hüpfkissen, die Sackrutsche und das Traktor fahren. Ich liebe es durch die Regale des Hofladens zu schlendern und hier und da etwas an den Probierständen zu naschen. Dieses Mal haben der Prinz und ich in der Halloween-Ecke zugeschlagen und uns mit neuen Grusel-Accessoires ausgerüstet.

Berlin Karls Erdbeerhof

Inzwischen gehört ein Besuch bei Karls Erlebnis-Dorf genauso zum festen Programm unserer Berlin-Aufenthalte, wie die super gute Pizza von Saris Held. Dieses Mal haben uns die Berliner Freunde jedoch zu einem weiteren kulinarischen Highlight entführt, das großes Potential hat es künftig auf unsere Berlin To Do Liste zu schaffen. Wir waren im All Seasons, einem asiatischen All-you-can-eat Restaurant. Neben den üblichen asiatischen Köstlichkeiten eines Chinarestaurants gab es unter anderem auch eine Station mit Sushi und eine für Nachtisch mit Schokobrunnen. Jajaja… ein halbes Kilo mehr dank der böhmischen Küche und nun noch ein halbes nach Berlin. *lach*

Berlin All Seasons Sushi
Für die Kinder war auch gesorgt. Es gab einen kleinen Indoorspielplatz und ein Kino, in dem Disneyfilme liefen. Erst eine Runde toben, dann ein paar Leckereien vom Buffet naschen und im Kino ausruhen, während die Eltern sich in aller Ruhe kugelrund futtern. Lecker war’s!!!

Kleine und große Freunde

Es ist jedes Mal aufs Neue spannend zu sehen wie sich die Freundschaft unserer Kinder von Besuch zu Besuch entwickelt. Schließlich sehen sie sich auch nur etwa zwei Mal im Jahr. Bei den Großen hat man das Gefühl, dass sie inzwischen direkt an vergangene Besuche anknüpfen. Sie verschwinden in das Zimmer des Minihelden und man hört es nur noch kichern. Die beiden Kleinen sind nur ein halbes Jahr auseinander, doch bisher haben sie eher nebeneinander her gespielt. Dieses Mal gab es zunächst etwas Kampf ums Spielzeug. Immerhin waren wir im Zimmer des Heldenkindes untergebracht und er musste von Null auf gleich sein Revier und alles Spielzeug darin teilen. Doch das gemeinsame Interesse für die Paw Patrol Hunde hat schließlich das Eis zwischen ihm und der kleinen Maid zum Schmelzen gebracht. Es war zu süß den beiden beim spielen, toben und knuddeln zuzusehen. Als wir schließlich die Heimreise antreten mussten, gab es schon das eine oder andere Abschiedstränchen.

Berlin Heldengarten

Wir Großen haben Abends den Han Solo Film und Deadpool geguckt. Der Held und der Prinz haben zusammen ein paar Nintendo Labo-Sets für die Switch aufgebaut und ausgiebig getestet. Sari und ich waren in der Zwischenzeit begeistert in ihren Stoffkisten am wühlen. Außerdem konnten wir erneut den Minihelden auf einem Fußball-Turnier anfeuern (nur gaaanz leise, damit die Spieler nicht abgelenkt werden) und haben sonnige Stunden im Garten der Heldenfamilie und auf dem nahe gelegenen Spielplatz verbracht.

Und wohin geht es nächstes Mal?

Wenn es nach mir ginge, dann auf ein verlängertes Wochenende nach London nächstes Frühjahr. Ich habe mich einfach in London verliebt und würde so gerne auch mal die Harry Potter Studios besuchen. Mal sehen, mal sehen.

Böhmische Dörfer: Urlaub mit Freunden in Tschechien

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Böhmische Dörfer im Herbst

Wir waren verbrachten gerade unsere letzte Woche Sommerurlaub in Österreich, als die Eltern der besten Freundin der kleinen Lady fragten, ob wir nicht im Herbst zusammen ein paar Tage Urlaub in Tschechien machen wollen. Urlaub planen im Urlaub, was könnte es schöneres geben? Geplant, gebucht, gefahren…

Böhmische Dörfer Urlaub mit Freunden

So ging es für uns jetzt für eine wunderbare Woche nach Dvorce, einem Ortsteil von Sedlec-Prčice. „So, jetzt wisst ihr auch was es mit der Redensart böhmische Dörfer auf sich hat“, begrüßten uns unsere Freunde. Wir wären früher vermutlich auch nicht auf die Idee gekommen einmal Urlaub in Tschechien zu machen, doch nachdem ich im Frühjahr den Prinzen mit unseren Mädchen für 10 Tage nach Prag begleitet hatte, war ich gespannt mehr von diesem Land zu sehen. Und wir wurden nicht enttäuscht. „Sieht hier aus wie im Auenland“, meinte ich zum Prinzen. Sanfte Hügel, Felder und kleine Dörfchen, in denen seit Jahrzehnten die Zeit still zu stehen schien.

Urlaub mit Freunden

Einmal haben wir bereits Urlaub mit Freunden gemacht und zwar am Mondsee. Dieses Mal war es ein ganz besonderer Urlaub für die kleine Lady, weil ihre beste Freundin dabei war. Und wir Großen verstehen uns auch prima. Was will man mehr? Es waren wunderbare Tage und sehr lustige Abende. Da wir tagsüber ganz viel unterwegs waren, stellte sich bei den Knirpsen auch nicht der gefürchtete Lagerkoller ein, sondern sie spielten sobald wir in unser Ferienhaus kamen und waren auch abends recht gut ins Bett zu verfrachten. Frischluft macht müde. ;)

Böhmische Dörfer Ferienhaus

Ausflüge ins böhmische Land

An einem Tag besuchten wir ein Wasserschlösschen ohne Wasser. *lach* Das Wasser war abgelassen worden um den See um das Schlösschen zu entschlammen. Ein interessanter Anblick.

Wasserschloss ohne Wasser Schloss Červená Lhota

Inspiriert von so viel braun-grünem Matsch, haben wir uns am Nachmittag dann auf einen Lehrpfad durchs Moor begeben. Am Wegesrand wuchsen Pilze und Heidelbeeren und die Kinder flitzten begeistert über die Holzstege.

Sehr moorig war das Moor nicht. Auch hier hat der trockene, lange Sommer seine Spuren hinterlassen. So hatten wir auch nicht viel Erfolg bei der Pilzsuche der folgenden Tage. Aber die wunderschönen Wälder haben uns für alles entschädigt und den einen oder anderen Steinpilz haben wir dann doch entdeckt. Gab auf jeden Fall eine sehr leckere Soße zu unseren Nudeln. Als Nachtisch gab es dann noch einen Apfelkuchen mit selbst gesammelten Äpfeln und reichlich Zucker und Zimt.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke unserer Reise:

Schloss Orlík

Böhmische Dörfer Stausee Schloss Orlík

Tábor

Tábor

Tábor

Böhmische Küche: So lecker und preiswert

Die böhmische Küche mit ihren Knödeln, Soßen und Mehlspeisen ist, anders als die böhmischen Dörfer, berühmt. Es war SOOOO LECKER!!! Unglaublich! Ich bin ohnehin ein Fan von deftiger Küche, aber wurde jedesmal aufs Neue überrascht. Das liest sich so schlicht in der Karte und dann nimmt man den ersten Bissen und erlebt eine Geschmacksexplosion. Ich bin schockverliebt in die böhmische Küche und habe auch trotz unserer vielen Lauferei ein halbes Kilo zugenommen. (Weniger als ich befürchtet hatte…)

Abgesehen vom grandiosen Geschmack überzeugt auch der Preis. Ein Steak vom Black Angus mit Pfifferlingen für 12 Euro?!? Wow! Nicht umsonst erzählte man uns vor der Prag-Reise schon, dass Essen gehen oft günstiger als selbst kochen sei.

Ein zuckersüßer Ausflug ins Schokoladen- und Marzipan-Museum in Tábor

Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Nur die letzten beiden Tage war es mal etwas kühler und regnete hin und wieder. So beschlossen wir das Schokoladen- und Marzipan-Museum in Tábor zu besuchen.

Schokoladen- und Marzipan-Museum Tábor

Die Erwartungen waren nicht groß, doch es war ein wunderbarer Ausflug. Schon beim Betreten des Museums waberte uns ein warmer Schokoladenduft entgegen, als wären wir in den Fabrikhallen von Willy Wonka gelandet. Im Keller gab es einen Märchenkeller zu erkunden. In den anderen Stockwerken kleine Meisterwerke aus Marzipan und Schokolade. Die vielen kleinen Details waren einfach zauberhaft. Immer wieder entdeckte man etwas Neues.

Schokoladen- und Marzipan-Museum Tábor

Es gab auch eine Schokoladenwerkstatt, in der unsere Mädels selbst Pralinen herstellen konnten. Zum Abschluss gab es leckere Torte mit flüssiger Schokolade. Ein traumhafter Zuckerschock!

Schokoladen- und Marzipan-Museum Tábor Schokoladen- und Marzipan-Museum Tábor Mr. Bean Schokoladen- und Marzipan-Museum Tábor

So kurz dieser Herbsturlaub war, so intensiv und schön waren die gemeinsamen Erlebnisse. Und ich muss sagen: Urlaub in Tschechien lohnt sich. Besonders für Naturliebhaber und Fans deftiger Speisen, aber auch für alle, die sich gerne schöne Schlösser ansehen. Da gibt es ganz viele und jedes ist anders.

Erinnerungen an meine großartigen Großeltern

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Wenn aus Eltern Großeltern werden

„Noch besser als euch als Eltern zu haben, ist es euch als Großeltern meiner Kinder zu haben“, las ich neulich auf einer Postkarte. Ja, dachte ich, unsere Kinder haben wirklich großartige Großeltern. Das Generationenkarussell dreht sich immer weiter. Wir werden zu Eltern, unsere Eltern zu Großeltern. Und immer wieder blickt man zurück und denkt an die eigene Kindheit, die eigenen Großeltern. Manchmal frage ich mich was unsere Töchter später von ihren Großeltern in Erinnerung behalten.

Mit den Erinnerungen ist es so eine Sache: Umso älter man wird, umso romantischer malt das Gehirn die Vergangenheit. Geht es euch auch so?

Meine Mama-Oma

Bei meiner Mama-Oma habe ich gerne in den Ferien übernachtet. Meine Cousine wohnte im selben Haus und so hatte ich immer jemanden zum Spielen. Wenn meine Oma Mittagsschlaf machte, bastelte ich Miniatur-Papierflieger und spielte Flughafen. Zwischendurch naschte ich von ihrem Süßstoff. Weia, weia…
Abends haben wir zusammen Western geguckt und dabei zu Abend gegessen. In dem Alter interessierten mich vor allem die Pferde im Western. Auch so manchen Roy Black Film haben wir zusammen gesehen, weshalb ich eine kurze Fanphase für den dunkelhaarigen Schlagersänger hatte.
Weil ich so gerne die kleinen Möhrchen aus den Dosen mit Erbsen und Möhren gegessen habe, hat Oma mir ganz oft eine kleine Dose nur mit Möhrchen gekauft. Mein liebstes Andenken ist ein Wandteller mit Cinderella-Motiv, der in Omas Schlafzimmer über dem Gästebett hing, in dem ich immer geschlafen habe. Und manchmal schickte sie mich zum nahe gelegenen Zeitschriftenhändler um ihr eine Illustrierte zu kaufen und ich durfte mir eine Pferdezeitschrift holen.

Im Sommer habe ich es geliebt wiehernd durch Omas verwinkelten Garten mit den vielen kleinen Wegen zu galoppieren. „Meine Salatschnecke“, hat sie mich genannt, weil ich so gerne grünen Salat gegessen habe. Noch heute machen wir den Salat wie sie damals.

Wie oft stand ich an Weihnachten vor ihrem Weihnachtsbaum und habe versucht mir jedes noch so kleine Detail einzuprägen. Ihre Liebe zu den kleinen Details habe ich wohl geerbt. Jedes Jahr versuche ich aufs Neue ein Weihnachtsfest zu feiern, wie sie es damals ausgerichtet hat. Kleine Tannenzweige und Christbaumfiguren zierten die Servietten beim Abendessen. Es gab überbackene Toasts und Stollen oder ihren legendären Gewürzkuchen. Nach dem Essen warten wir auf das Glöckchenklingeln vom Christkind. Dann durften wir ins Wohnzimmer. Es war einfach gemütlich. Der Inbegriff des Weihnachtsabends.

Meine Papa-Oma und Papa-Opa

Bei den Großeltern väterlicher Seits gab es zwar keinen Garten, aber einen Balkon mit Hollywood-Schaukel und einen super spannenden Dachboden. Ich habe es geliebt, wenn Opa mit mir dort oben im Zwielicht verstecken gespielt hat. Nachmittags haben wir oft einen Spaziergang in den Wald oder auf den Spielplatz gemacht.

Meine Oma hatte schweres Rheuma, was mich aktuell mehr beschäftigt, weil es so aussieht als könnte ich dieses von ihr geerbt haben. Ich erinnere mich an ihre Hände. Wie schwer muss es ihr gefallen sein zu backen, wo sie doch kaum noch einen Stift halten konnte. Und doch hat sie uns immer wieder mit reich gedeckten Kaffeetafeln verwöhnt. Ihre Nougatrolle und die Butterschiffchen haben wir Kinder geliebt. Die Erwachsenen bekamen immer so ein Grinsen ins Gesicht, wenn sie ihre Schwarzwälder Kirschtorte mit reichlich Kirschwasser auftischte. Auch zum Abendessen gab es alles was das Herz begehrte. Gurken- und Bohnensalat, hartgekochte Eier, kleine Gürkchen, alles was den Kindern jemals geschmeckt hatte. Und Laugenbrötchen, weil mein Bruder die so gerne mochte.

Ich erinnere mich, wie Opa immer mit mir in die Besenkammer ging um das geliebte Malzbier zu holen, das es nur bei Oma und Opa gab. Und wie er mir mit einer Engelsgeduld immer wieder meine Lieblingsgeschichten „Abenteuer im Spielzeugland“ und das „Märchen vom heißen Brei“ vorgelesen hat. Oder wie Oma mit mir nachmittags immer und immer wieder Apfelmus kochte. Ich konnte nicht genug davon bekommen. Selbst als Erwachsene führte oft mein erster Weg in die Küche um den Küchenwecker aufzuziehen, der dann irgendwann schrillte. Ein Spaß, den wir uns als Kinder schon immer machten.

Auch bei diesen Großeltern gab es Weihnachtstraditionen, die mir bis heute in Erinnerungen bleiben. Der große Nußknacker, das kleine Holzkarussell mit den Rehen, das durch vier Kerzen in Bewegung gesetzt wurde und Omas Vanillekipferl.

Was bleibt sind die Erinnerungen

Betrachtet man sich die Erinnerungen an meine Großeltern genauer, so dreht sich vieles um gemeinsam verbrachte Zeit und ums Essen. *lach* So sehen die Prioritäten als Kind wohl aus.

Ein Wort noch zu meinem Mama-Opa. Leider ist er früh gestorben. Meine Mama war gerade mit meinem Bruder schwanger. Ich erinnere mich an eine Episode, als er mit mir schimpfte, weil ich nicht ordentlich am Tisch saß zum Essen. Doch er war wohl ein sehr liebevoller, engagierter Opa, der uns nur viel zu früh verlassen musste.

Welche Erinnerungen habt ihr an eure Großeltern und die Zeit mit ihnen?