Kids & Cats – Katzen für die Königsfamilie


Nimabti Nebelung Katze Kitten

Bildrechte: Nimbati

„Mama, ich möchte eine Babykatze!“

Mit diesen Worten kehrte die kleine Lady vor einigen Wochen vom Besuch bei ihrer Tante zurück. Der Ausflug in den Zoo war Nebensache. Immer wieder kam sie auf die niedlichen Kätzchen zu sprechen, mit denen sie bei ihrer Tante kuscheln und spielen durfte. Mein Herz bekam Schluckauf bei der Äußerung dieses Wunsches. Sie rannte offene Türen bei mir ein…

Von der Möhrchen-Futterfee zum Dosenöffner?

Letztes Jahr in der Weihnachtszeit starb unser Kanichen Kaitô. Schon vorher war für uns klar, dass der Abschied von Kaitô auch den Abschied von unserer Aiko nach sich ziehen würde. Einzelhaltung kam für uns nicht in Frage. So hatten wir immer und immer wieder einen neuen Partner für unser hinterbliebenes Kaninchen dazu geholt, wenn eines verstarb. Viele, viele Jahre waren wir Futterfeen für unsere Kaninchen. Aiko bekam zwischen den Jahren ein wirklich tolles, neues Zuhause. Sie durfte wieder zu einem neuen Kaninchenfreund ziehen. Ihr mittlerweile dritter Mann, mit dem sie sich auf Anhieb wunderbar verstand. Für mich war es die traurigste Weihnachtszeit, die man sich nur vorstellen kann. Ein Jahr ist das nun her und oft, sehr oft habe ich an meine Löffeltiere gedacht und sie schmerzlich vermisst. Nun also Katzen?

Nimabti Nebelung Katzen Kitten

Bildrechte: Nimbati

Das „ideale“ Haustier für Kinder

„Fragen Sie nicht was Ihr Tier für Sie tun kann, sondern was Sie für Ihr Tier tun können…“ Letztlich müssen sich aber alle miteinander wohl fühlen. Der Prinz und ich dachten schon länger über einen Hund nach. Ich wünschte mir ein Haustier, mit dem die Kinder mehr anfangen könnten. Nicht nur füttern und beobachten, sondern auch kuscheln und spielen. Ein richtiger Spielgefährte und Seelentröster. Ein Hund schien uns ideal. Doch in einer Mietwohnung auch wieder nicht. Außerdem scheute ich das tägliche Gassi gehen bei jedem Wetter, so gerne ich auch raus gehe. Wäre eine Katze also wirklich der beste Kompromiss für uns? In meinem Kopf fing es an zu arbeiten. Mein Herz überholte den Kopf als ich sah wie die kleine Lady sich mit der sonst so scheuen Nachbarskatze anfreundete.

Ein Freigänger oder zwei Hauskatzen?

Das Thema Katze ließ die Mädchen und mich nicht mehr los. Auch die kleine Maid stimmte ihrer Schwester zu: „Katze haben! Nicht Hund!“ Doch die erste große Hürde stellte der Prinz dar. Der war zunächst gar nicht begeistert die neu gewonnene Freiheit und Flexibilität ohne Haustiere nach nur einem Jahr schon wieder aufzugeben. Pläne wurden geschmiedet um den Herrn Papa umzustimmen und schließlich bröckelte seine Abwehr und er zog es in Erwägung.

Nimabti Nebelung Katzen Kitten

Bildrechte: Nimbati

Und auf einmal wird alles immer realer und konkreter. Was wenn die Katze doch keine Schmusekatze ist? Wenn sie sich nicht mit den Kindern versteht? Oder wenn die Kinder ihr nicht die nötige Ruhe gönnen? Wie schrecklich wäre es, wenn die Katze verschwindet, überfahren oder vergiftet wird…
Eine Berg-und-Talfahrt der Gedanken und Gefühle. Vorfreude und Euphorie wechseln sich nun mit Ängsten und Sorgen ab. Der Prinz hatte wohl ähnliche Gedanken, denn er verkündete schließlich seine Bedingungen: wir nehmen zwei Katzen, aber sie bleiben drinnen. Ob reine Wohnungskatzen glücklich sind, wenn sie nie etwas anderes gekannt haben, daran scheiden sich die Geister. Ich hoffe, dass wir zumindest unsere große Terrasse katzensicher machen können, um ihnen so ein wenig Frischluft gönnen zu können.

Ein bisschen wie schwanger…

…führe ich mich gerade auf. *lach* Das Gefühlschaos passt dazu und auch das Warten auf unsere Kätzchen. Ich habe mich nämlich verliebt! Da lag so ein kleiner Kater zusammengerollt auf meiner Hand und schmiegte sich mit seinem Köpfchen an. Als ich nach einer ganzen Weile die Hand wieder unter ihm raus ziehen wollte, kam eine kleine Pfote hinterher und forderte meine Hand zurück. Mein Herz machte einen Hüpfer und an diesem Abend beschwerte ich mich, wie schon lange nicht mehr, beim Prinzen und er gab nach. Der Kleine und seine Brüder sind erst fünf Wochen alt. Es wird also noch etwa zwei Monate dauern bis wir unsere neuen Familienmitglieder begrüßen dürfen. Bis dahin mache ich Katzen-Baby-Shopping und versuche so viel es nur geht über unsere neuen Familienmitglieder und ihre Bedürfnisse zu lernen. Auch die Kinder befinden sich in einer Art Katzen-Boot-Camp. Keine Türen mehr offen stehen lassen, die nach draußen führen, Müll gleich wegräumen, und so weiter.

Ist das aufregend! Hattet ihr Haustiere als Kinder? Und wenn ja, welche? Habt ihr Tipps für uns als Katzen-Neulinge? So und so: Macht euch künftig auf einiges an Cat-Content hier gefasst…

Projekt Kinderzimmer – Spielzeugfrei & Montessori


Projekt Kinderzimmer Kampf dem Chaos

„Wir schicken das Spielzeug in Urlaub!“

Diesen Vorschlag unterbreitete ich der kleinen Lady neulich, als ihr Zimmer mal wieder aussah als hätte eine Bombe eingeschlagen. Irgendwas wurde gesucht, alle Kisten ausgeleert und der Inhalt auf dem Boden verteilt. Kein Wunder, wenn sie dann zum Spielen das Weite sucht und ins Zimmer ihrer Schwester oder ins Wohnzimmer auswandert. Obwohl ich immer wieder am Ausmisten und Reorganisieren bin, haben wir einfach zu viel Spielzeug. Doch kaum möchte man sich von etwas trennen, spielen die Kinder auf einmal damit als wäre es das allerliebste Spielzeug. Wer kennt es?

Obwohl bei uns jedes Spielzeug seinen festen Ort hat, an den es gehört, ist es immer wieder schwierig auch nur einmal in der Woche die Kinder zum Aufräumen zu bewegen damit gesaugt werden kann. Und immer wieder höre ich „Mir ist langweilig! Ich weiß nicht was ich spielen soll!“ Womit mir die kleine Lady wirklich die Augen geöffnet hat war der letzte Besuch im Spielwarenladen. „Ich brauche nichts, Mama. Wir haben doch schon so viel.“ Wie wahr! Und vieles davon habe ich angeschafft, weil ich es so niedlich fand oder der Ansicht war, dass es den Kindern bestimmt gut gefallen wird und ich ihnen eine Freude machen wollte. Darf ich mich da überhaupt beschweren, wenn sie es nicht schaffen Ordnung zu halten?

Spielzeugfrei – Weniger ist mehr

Nach unserem Urlaub wollen wir jetzt das Spielzeug in Urlaub schicken. Alles soll in Kisten verpackt in den Keller wandern. Und dann schauen wir mal welches Spielzeug wirklich vermisst wird und wieder oben einziehen darf. Ich bin schon sehr gespannt, welches Spielzeug zurück verlangt wird. Auch die kleine Lady ist schon aufgeregt und freut sich auf das Experiment.

Die Keller-Kisten werden gut beschriftet und öfter zum Austausch angeboten. Spielzeug, das überhaupt nicht gefragt ist, wird mit der Zeit verkauft oder verschenkt. Ich tue mir etwas schwer damit, denn nicht immer sehen die Kinder ein sich von den Sachen zu trennen, mit denen sie meiner Meinung nach gar nicht mehr spielen. Wie macht ihr das? Heimlich entsorgen, oder aufbewahren bis die Kinder alt genug sind selbst einzusehen, dass sie es nicht mehr brauchen?

Und wie schafft man es, dass Weihnachten und Geburtstage nicht ausarten und wieder so viel Spielzeug hinein geschwemmt wird? Wir haben die letzten Jahre alle gebeten zusammen zu legen für ein großes Geschenk. Aber trotzdem hatten viele zusätzlich ein kleines Geschenk, weil sie ja auch etwas verpacken und übergeben wollten. Auch der Prinz bringt seinen Töchtern gerne eine Kleinigkeit von seinen Dienstreisen mit. Nicht einfach…

Montessori – Hilf mir es selbst zu tun

Das Nächste, was mir wichtig ist: die Kinder sollen möglichst an alles selbst ran kommen in ihren Zimmern. Der kleinen Lady haben wir jetzt zum Beispiel die Kleiderstange in ihrem Kleiderschrank tiefer eingebaut. Aktuell überlege ich noch wie ich die anderen Kleidungsstücke besser zugänglich machen kann. Immerhin haben wir schon mal für alles eine eigene Kiste: Hosen, Pullis, Shirts, Strumpfhosen, usw.

Projekt Kinderzimmer Kleiderschrank auf Augenhöhe

Bei der kleinen Maid würde ich gerne das große Regal, das unsere Kuschel-Leseecke vom Spielbereich trennt, durch ein halbhohes Regal ersetzen. Kleineres Regal, weniger Spielzeug, mehr Übersicht.

Was ich mir davon erhoffe:

  • weniger Spielzeug-Chaos in der Wohnung
  • intensiveres spielen
  • gesteigerte Wertschätzung der Spielsachen

Am meisten muss ich wohl an mir selbst arbeiten. Ich darf nicht mehr so viel für die Kinder anschaffen. Das gilt auch für Kleidung. Immerhin bin ich hier schon auf einem ganz guten Weg und kaufe weniger und dafür wertiger. Manche Sachen kaufe ich auch erst nach, wenn ich merke, dass wir davon zu wenig haben und ich mit dem Waschen nicht hinterher komme.

Projekt Kinderzimmer Umsetzung

  • alle Spielsachen nach Themenbereichen sortiert in Kisten mit Deckel verpacken, beschriften und in den Keller bringen
  • Spielsachen angelehnt an Montessori präsentieren (mit offenen Körben oder Tabletts und alles gut erreichbar)
  • beobachten welche Spielsachen vermisst und zurück verlangt werden
  • beobachten wie sich das Spielverhalten entwickelt
  • Ideen für Geschenke sammeln wie z.B. Verbrauchsmaterialien zum Basteln, Knete, benötigte Kleidung,… und echte Herzenswünsche
  • nicht mehr benötigtes Spielzeug verkaufen, verschenken, spenden

Gehen wir es an! Ich bin gespannt und werde euch bei Gelegenheit mal von unseren Fortschritten und Erfahrungen im Projekt Kinderzimmer berichten.

Einblicke in unsere Kinderzimmer: (in aufgeräumtem Zustand) ^-^

Waldtier-Kinderzimmer der kleinen Maid (2) – früher das Zimmer der kleinen Lady
Indianer-Kinderzimmer der kleinen Lady (5)

Besuch in Berlin bei kleinen und großen Freunden


Dieses Jahr waren wir schon in Paris, in Prag und drei wunderbare Wochen in Österreich am Millstätter See und nun waren wir erneut in Tschechien und sind von dort aus weiter gefahren nach Berlin. In Sachen Fernweh und Tapetenwechsel kann ich mich also nicht beschweren. Ich reise gerne und seit wir Kinder haben, sehe ich alles noch einmal mit anderen Augen. Jeder Tagesausflug wird zum Abenteuer und ich kann ohne schiefe Blicke zu ernten in die ganzen Kinder-Attraktionen gehen. *kicher*

Berlin Karls Erdbeerhof Rechenzentrum

Freizeitprogramm in Berlin: Erdbeerhof und Asia-Futtertempel

Auch in Berlin war unser Programm eine bunte Mischung für Groß und Klein. Wenn es zu Karls Erdbeerhof geht, ist für jeden was dabei. Die Kinder freuen sich auf das Tobeland, die Hüpfkissen, die Sackrutsche und das Traktor fahren. Ich liebe es durch die Regale des Hofladens zu schlendern und hier und da etwas an den Probierständen zu naschen. Dieses Mal haben der Prinz und ich in der Halloween-Ecke zugeschlagen und uns mit neuen Grusel-Accessoires ausgerüstet.

Berlin Karls Erdbeerhof

Inzwischen gehört ein Besuch bei Karls Erlebnis-Dorf genauso zum festen Programm unserer Berlin-Aufenthalte, wie die super gute Pizza von Saris Held. Dieses Mal haben uns die Berliner Freunde jedoch zu einem weiteren kulinarischen Highlight entführt, das großes Potential hat es künftig auf unsere Berlin To Do Liste zu schaffen. Wir waren im All Seasons, einem asiatischen All-you-can-eat Restaurant. Neben den üblichen asiatischen Köstlichkeiten eines Chinarestaurants gab es unter anderem auch eine Station mit Sushi und eine für Nachtisch mit Schokobrunnen. Jajaja… ein halbes Kilo mehr dank der böhmischen Küche und nun noch ein halbes nach Berlin. *lach*

Berlin All Seasons Sushi
Für die Kinder war auch gesorgt. Es gab einen kleinen Indoorspielplatz und ein Kino, in dem Disneyfilme liefen. Erst eine Runde toben, dann ein paar Leckereien vom Buffet naschen und im Kino ausruhen, während die Eltern sich in aller Ruhe kugelrund futtern. Lecker war’s!!!

Kleine und große Freunde

Es ist jedes Mal aufs Neue spannend zu sehen wie sich die Freundschaft unserer Kinder von Besuch zu Besuch entwickelt. Schließlich sehen sie sich auch nur etwa zwei Mal im Jahr. Bei den Großen hat man das Gefühl, dass sie inzwischen direkt an vergangene Besuche anknüpfen. Sie verschwinden in das Zimmer des Minihelden und man hört es nur noch kichern. Die beiden Kleinen sind nur ein halbes Jahr auseinander, doch bisher haben sie eher nebeneinander her gespielt. Dieses Mal gab es zunächst etwas Kampf ums Spielzeug. Immerhin waren wir im Zimmer des Heldenkindes untergebracht und er musste von Null auf gleich sein Revier und alles Spielzeug darin teilen. Doch das gemeinsame Interesse für die Paw Patrol Hunde hat schließlich das Eis zwischen ihm und der kleinen Maid zum Schmelzen gebracht. Es war zu süß den beiden beim spielen, toben und knuddeln zuzusehen. Als wir schließlich die Heimreise antreten mussten, gab es schon das eine oder andere Abschiedstränchen.

Berlin Heldengarten

Wir Großen haben Abends den Han Solo Film und Deadpool geguckt. Der Held und der Prinz haben zusammen ein paar Nintendo Labo-Sets für die Switch aufgebaut und ausgiebig getestet. Sari und ich waren in der Zwischenzeit begeistert in ihren Stoffkisten am wühlen. Außerdem konnten wir erneut den Minihelden auf einem Fußball-Turnier anfeuern (nur gaaanz leise, damit die Spieler nicht abgelenkt werden) und haben sonnige Stunden im Garten der Heldenfamilie und auf dem nahe gelegenen Spielplatz verbracht.

Und wohin geht es nächstes Mal?

Wenn es nach mir ginge, dann auf ein verlängertes Wochenende nach London nächstes Frühjahr. Ich habe mich einfach in London verliebt und würde so gerne auch mal die Harry Potter Studios besuchen. Mal sehen, mal sehen.

Erinnerungen an meine großartigen Großeltern


Wenn aus Eltern Großeltern werden

„Noch besser als euch als Eltern zu haben, ist es euch als Großeltern meiner Kinder zu haben“, las ich neulich auf einer Postkarte. Ja, dachte ich, unsere Kinder haben wirklich großartige Großeltern. Das Generationenkarussell dreht sich immer weiter. Wir werden zu Eltern, unsere Eltern zu Großeltern. Und immer wieder blickt man zurück und denkt an die eigene Kindheit, die eigenen Großeltern. Manchmal frage ich mich was unsere Töchter später von ihren Großeltern in Erinnerung behalten.

Mit den Erinnerungen ist es so eine Sache: Umso älter man wird, umso romantischer malt das Gehirn die Vergangenheit. Geht es euch auch so?

Meine Mama-Oma

Bei meiner Mama-Oma habe ich gerne in den Ferien übernachtet. Meine Cousine wohnte im selben Haus und so hatte ich immer jemanden zum Spielen. Wenn meine Oma Mittagsschlaf machte, bastelte ich Miniatur-Papierflieger und spielte Flughafen. Zwischendurch naschte ich von ihrem Süßstoff. Weia, weia…
Abends haben wir zusammen Western geguckt und dabei zu Abend gegessen. In dem Alter interessierten mich vor allem die Pferde im Western. Auch so manchen Roy Black Film haben wir zusammen gesehen, weshalb ich eine kurze Fanphase für den dunkelhaarigen Schlagersänger hatte.
Weil ich so gerne die kleinen Möhrchen aus den Dosen mit Erbsen und Möhren gegessen habe, hat Oma mir ganz oft eine kleine Dose nur mit Möhrchen gekauft. Mein liebstes Andenken ist ein Wandteller mit Cinderella-Motiv, der in Omas Schlafzimmer über dem Gästebett hing, in dem ich immer geschlafen habe. Und manchmal schickte sie mich zum nahe gelegenen Zeitschriftenhändler um ihr eine Illustrierte zu kaufen und ich durfte mir eine Pferdezeitschrift holen.

Im Sommer habe ich es geliebt wiehernd durch Omas verwinkelten Garten mit den vielen kleinen Wegen zu galoppieren. „Meine Salatschnecke“, hat sie mich genannt, weil ich so gerne grünen Salat gegessen habe. Noch heute machen wir den Salat wie sie damals.

Wie oft stand ich an Weihnachten vor ihrem Weihnachtsbaum und habe versucht mir jedes noch so kleine Detail einzuprägen. Ihre Liebe zu den kleinen Details habe ich wohl geerbt. Jedes Jahr versuche ich aufs Neue ein Weihnachtsfest zu feiern, wie sie es damals ausgerichtet hat. Kleine Tannenzweige und Christbaumfiguren zierten die Servietten beim Abendessen. Es gab überbackene Toasts und Stollen oder ihren legendären Gewürzkuchen. Nach dem Essen warten wir auf das Glöckchenklingeln vom Christkind. Dann durften wir ins Wohnzimmer. Es war einfach gemütlich. Der Inbegriff des Weihnachtsabends.

Meine Papa-Oma und Papa-Opa

Bei den Großeltern väterlicher Seits gab es zwar keinen Garten, aber einen Balkon mit Hollywood-Schaukel und einen super spannenden Dachboden. Ich habe es geliebt, wenn Opa mit mir dort oben im Zwielicht verstecken gespielt hat. Nachmittags haben wir oft einen Spaziergang in den Wald oder auf den Spielplatz gemacht.

Meine Oma hatte schweres Rheuma, was mich aktuell mehr beschäftigt, weil es so aussieht als könnte ich dieses von ihr geerbt haben. Ich erinnere mich an ihre Hände. Wie schwer muss es ihr gefallen sein zu backen, wo sie doch kaum noch einen Stift halten konnte. Und doch hat sie uns immer wieder mit reich gedeckten Kaffeetafeln verwöhnt. Ihre Nougatrolle und die Butterschiffchen haben wir Kinder geliebt. Die Erwachsenen bekamen immer so ein Grinsen ins Gesicht, wenn sie ihre Schwarzwälder Kirschtorte mit reichlich Kirschwasser auftischte. Auch zum Abendessen gab es alles was das Herz begehrte. Gurken- und Bohnensalat, hartgekochte Eier, kleine Gürkchen, alles was den Kindern jemals geschmeckt hatte. Und Laugenbrötchen, weil mein Bruder die so gerne mochte.

Ich erinnere mich, wie Opa immer mit mir in die Besenkammer ging um das geliebte Malzbier zu holen, das es nur bei Oma und Opa gab. Und wie er mir mit einer Engelsgeduld immer wieder meine Lieblingsgeschichten „Abenteuer im Spielzeugland“ und das „Märchen vom heißen Brei“ vorgelesen hat. Oder wie Oma mit mir nachmittags immer und immer wieder Apfelmus kochte. Ich konnte nicht genug davon bekommen. Selbst als Erwachsene führte oft mein erster Weg in die Küche um den Küchenwecker aufzuziehen, der dann irgendwann schrillte. Ein Spaß, den wir uns als Kinder schon immer machten.

Auch bei diesen Großeltern gab es Weihnachtstraditionen, die mir bis heute in Erinnerungen bleiben. Der große Nußknacker, das kleine Holzkarussell mit den Rehen, das durch vier Kerzen in Bewegung gesetzt wurde und Omas Vanillekipferl.

Was bleibt sind die Erinnerungen

Betrachtet man sich die Erinnerungen an meine Großeltern genauer, so dreht sich vieles um gemeinsam verbrachte Zeit und ums Essen. *lach* So sehen die Prioritäten als Kind wohl aus.

Ein Wort noch zu meinem Mama-Opa. Leider ist er früh gestorben. Meine Mama war gerade mit meinem Bruder schwanger. Ich erinnere mich an eine Episode, als er mit mir schimpfte, weil ich nicht ordentlich am Tisch saß zum Essen. Doch er war wohl ein sehr liebevoller, engagierter Opa, der uns nur viel zu früh verlassen musste.

Welche Erinnerungen habt ihr an eure Großeltern und die Zeit mit ihnen?

Freitagslieblinge – Mamishopping und Wasserspielplatz


Nicht immer lässt sich unser Wochenrückblick so perfekt in die Themengebiete von Berlin Mitte Moms „Freitagslieblinge“ einordnen, doch diese Woche passt es wirklich gut. Daher heute ein Wochenrückblick zu den Kategorien Lieblingsessen, -buch, -moment mit den Kindern und für mich allein, sowie meine Inspiration(en) der Woche.

Lieblingsessen

Auch diese Woche wurde wieder fleißig gethermomixt. Es gab zum Beispiel ein sehr leckeres Ratatouille mit Couscous. Mein Lieblingsessen der Woche war aber der leckere, kunterbunte Salat mit Rostbratwürstchen. Yummy! Komisches Gefühl mal wieder eine Mahlzeit ganz ohne Thermomix zuzubereiten. Aber manchmal ist eben simple best.

Freitagslieblinge Lieblingsessen Salat mit RostbratwürstchenIhr seht schon: ich habe mich ziemlich schnell an unser neues Helferlein gewöhnt. Ich liebe es damit neue Rezepte auszuprobieren. Außerdem sind die Kinder derzeit in einer Probierphase. Das muss ausgenutzt werden. Es gibt da diese „das-kenne-ich-nicht-das-esse-ich-nicht“-Phasen und die „ich-probiere-zumindest-einmal-und-entscheide-dann“-Phasen. *lach* Wer kennt’s?

Lieblingsbuch

Die Kinder haben diese Woche die Tiptoi-Bücher wieder für sich entdeckt. Lange Zeit lag der Stift samt Büchern nur im Schrank, doch inzwischen kommt auch die kleine Maid damit zurecht und hat sich begeistert die Tierstimmen im Bilderlexikon Tiere (Affiliate Link) angehört. Bei der kleinen Lady blüht gerade das Dinofieber wieder auf und so hat sie sich das Buch Expedition Wissen Dinosaurier (Affiliate Link) vorgenommen.

Freitagslieblinge Lieblingsbuch TiptoiWir haben bisher nur drei Tiptoi-Bücher und zwei Dinofiguren, weil sich die Begeisterung dafür, wie gesagt, bisher eher in Grenzen hielt. Mal sehen ob das Interesse bei unserem Vorschulkind nun wächst.
Ich lese zur Zeit Muss es denn gleich für immer sein von Sophie Kinsella (Affiliate Link). Ich bin schon lange ein großer Fan der Shopaholic-Autorin. Auch ihr neuestes Werk ist sehr amüsant, wenn auch bisher nicht ganz so der Überflieger, wie so manch anderer Titel von ihr.

Lieblingsmoment mit den Kindern

Am Dienstag hatten wir hier nochmal über 30 Grad und so habe ich die Kinder ins Auto gepackt und bin mit ihnen nach Mainz in den Volkspark gefahren. Dort gibt es einen sehr schönen Wasserspielplatz, eine kleine Bimmelbahn und auch der normale „trockene“ Spielplatz ist klasse. Da der Prinz ohnehin noch einen Termin hatte, sind wir drei Mädels bis zum Abendessen geblieben.

Freitagslieblinge Wasserspielplatz Volkspark Mainz

Früher wäre so etwas für mich undenkbar gewesen. Mit dem Auto an einen Ort fahren, den ich nicht kenne. Mich beim Fahren nur aufs Navi verlassen. Nicht wissen wie und wo ich vor Ort parken kann. Noch dazu allein mit beiden Kindern. Alleine mit ihnen ins Restaurant gehen…
Früher bin ich jeden Weg erst einmal gemeinsam mit meinen Eltern oder dem Prinzen abgefahren. Der Gedanken an Dienstreisen an fremde Orte, wo vielleicht andere Sprachen gesprochen wurden, bereiteten mir Bauchschmerzen. Heute begleite ich den Prinzen auf Dienstreisen nach London oder Prag und bin dort mit beiden (Klein-)Kindern alleine unterwegs. Wow! Wie ist das nur gekommen? Die Kinder haben mir wohl einige Lektionen in Sachen Mut und Spontanität erteilt. Heute denke ich manchmal: Als Mami kann man einfach ALLES schaffen. Tschakka!

Lieblingsmoment nur für mich

Wenn im Mami-Alltag eins zu kurz kommt, dann ist es Zeit allein für sich. Doch am Montag war ich mit der Mamifreundin zum Shoppen verabredet. Nur wir beide, während die Omas unsere Kinder bespaßten. Es war herrlich! Wir waren noch nie alleine zusammen einkaufen. Seltsam, oder? Das machen Freundinnen doch eigentlich ständig. Doch so ist das, wenn man sich in der Schwangerschaft kennen lernt und danach Thema Nummer 1 die Kinder sind.
Mein Ziel war es dieses Mal wirklich für mich zu shoppen, nicht für die Kinder. Und ich habe ein süßes Shirt mit herbstlichem Muster gefunden und eine Kuscheljacke. Beides in beerenrot. Oha, eine neue Farbe in meinem Kleiderschrank. Passt das in mein Capsule Wardrobe Prinzip? Mit so einer Kuscheljacke liebäugel ich schon länger und da das neue Shirt super zu meinem geliebten dunkelgrünen Cordrock passt, würde ich sagen ja. Auch wenn die überwiegende Farbe in meinem Kleiderschrank marineblau ist, darf diese neue Farbe Einzug halten.

Inspiration der Woche

Sehr süß fand ich die Idee für Brotboxen-Mantras von Familienjahr. Jaja, bei mir stehen schon alle Zeichen auf Vorschul-Mama.
Da wir oft spontan Besuch bekommen, hat mir auch Fräulein Ordnungs „6-Punkte-Plan wenn sich spontan Besuch ankündigt und Dein Heim aussieht wie Sau“ gefallen. Jetzt fehlt mir nur noch ein Plan wie ich NACH Kinderbesuch ruckizucki wieder Ordnung bekomme. *lach* Besonders, wenn die kleine Lady wieder einmal beschließt mit ihrer Freundin ihr Zimmer in eine Backstube zu verwandeln und sämtliche Backzutaten von mir in ihrem Zimmer verteilt. Arg!
Nicht direkt Inspiration, aber doch ein Gefühl von „Ja, geht mir genauso“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge löste der Artikel „Meine Brüste haben Suizid begangen. Status quo nach zwei Kindern“ bei 2KindChaos aus.

Soweit zu unserer letzten Woche. Der vielleicht wirklich letzten Woche mit sommerlichen Temperaturen in diesem Jahr. Immerhin sind schon bald Herbstferien. Da darf auch das Wetter langsam herbstlich werden. Auf in eine wunderbare herbstliche Woche!