Königliche Audienz #22 (Geburtsbericht) & #23 (Babyflitterwochen)

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Manchmal holt uns passionierte Planer das Leben ein und würfelt unser Konzept munter durcheinander. Deshalb MUSSTE ich euch einfach auch Version 1 meines Wochenrückblicks, den ich schon vorgeneriert abgespeichert hatte zeigen. Ein bisschen Selbstironie… Wie ihr inzwischen sicher schon mitbekommen habt, lief am Ende der Woche doch alles ein wenig anders als geplant mit dem Ergebnis, dass wir Sonntagabend mit der kleinen Maid und einer Partyportion Sushi das Krankenhaus gen Heimat verließen. WOW!!!

[Geburtsbericht] (überspringen, falls euch das zu viele Details sind)
Nach der „Eisköniginnen“-Party stand ich gegen 23h mit einem Loch im Bauch auf, das ich mit einem Schinkenbrot zu füllen gedachte. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Mitten in der Nacht standen wir mit einer verschlafenen kleinen Lady auf dem Arm meinen Eltern in der Klinik gegenüber mit einer Blutung, die abgeklärt werden sollte und kurz darauf stellten sich erste „richtige“ Wehen (also keine Senk- oder Übungswehen) ein. Diese waren jedoch noch recht erträglich und die Zeitabstände schwankten zwischen 10-15 Minuten. Aus Erfahrung wussten wir also: so richtig los ging es noch nicht, konnte sich aber jederzeit ändern. Ich sollte 24 Stunden zur Beobachtung bleiben und so wehte ich die Nacht und den folgenden Tag munter vor mich hin, mal stärker und mal schwächer, saß in der Sonne im Park vor der Klinik, las die ersten Kapitel des neuen „Selection“-Bandes und veratmete Wehen. Doch so richtig los ging es noch nicht und von den Hebammen hörte ich bei jedem CTG nur „Reicht noch nicht. Kann sein, dass die Wehen wieder ganz aufhören, oder dass es demnächst richtig losgeht“.
Nach dem Abendessen versuchte ich zu schlafen, doch Pustekuchen. Die Wehen ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen und waren inzwischen ziemlich schmerzhaft. Schließlich gab ich es auf, tabberte wieder in Richtung Kreißsaal und ließ mich erneut ans CTG hängen. Und dieses Mal sah man deutliche „Wehenberge“, die da verzeichnet wurden und die Hebamme verkündete schließlich „Schon 3-4 cm eröffnet, sie sollten mal langsam ihren Mann anrufen, ich bringe ihnen ein Telefon.“ und da wusste ich, dass es nun wirklich ernst wird. Eine halbe Stunde später war der Prinz da, ich nahm gerade ein „Entspannungsbad“ und noch eine weitere Stunde später hielt ich bereits das kleine Bündel Leben in den Armen, das 3,5 Wochen früher als gedacht das Licht der Welt erblicken wollte. Hachz…

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[Babyflitterwochen]
Inzwischen ist die kleine Maid schon gut eine Woche alt. Ich fühlte mich so topfit nach der Geburt, dass ich am liebsten direkt nach Hause gegangen wäre, doch der Kinderarzt ermahnte uns zumindest 24 Stunden mit unserem Frühchen zur Beobachtung zu bleiben. Ein Risiko wollten wir natürlich nicht eingehen, auch wenn ich noch so große Sehnsucht nach der kleinen Lady und dem Start in unser Familienleben zu Hause hatte. So nahmen wir uns für eine Nacht ein Familienzimmer und blieben zu viert in der Klinik. Sonntagabend durften wir dann nach Hause. Herrlich!!!
Da der Prinz so spontan und verfrüht dann doch noch nicht in seinen Papa-Urlaub starten konnte, erklärten sich die Omas bereit in der ersten Woche für uns zu sorgen, so dass der Prinz noch eine Woche arbeiten und seine Angelegenheiten organisieren konnte. Morgens kamen sie mit frischen Brötchen zu uns, brachten die kleine Lady in den Kindergarten, halfen mir das Projekt „Nestbautrieb“ zu vollenden, halfen im Haushalt, kochten Mittagessen und übernahmen das Babyknuddeln damit ich mich mittags mit der kleinen Lady eine Runde hinlegen konnte. Das war wirklich unbezahlbar und ich habe mich so wohl und geborgen gefühlt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Noch dazu habe ich auch nebenher schon den meisten Behördenkram erledigen und mein Stillkleid fertig nähen können. Viiiiiielen Dank nochmal an die beiden Omas (= unsere Mamas)!!! Ihr seid ne Wucht!!!

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Wie es mit Babys so ist, gab es auch schon so manches „erste Mal“: das erste Bad für die kleine Maid, ihr erster Spaziergang, die erste Auswärtsübernachtung (zu besagter Familienfeier sind wir natürlich trotzdem gefahren, so gut wie es uns allen geht) und ja, auch so manche Nacht mit nur wenig Schlaf. Auf dem Bild seht ihr das ultimative Paket bei Baby-Bauchweh: Fenchel-Anis-Kümmeltee für die Stillmama, Baby-Bäuchlein-Öl zur Massage und ein Körnerkissen (der Elch). Dazu helfen der „Fliegergriff“, Rücken reiben und sanftes Popo klopfen. *schmunzel*
Ich kann mich nicht beschweren bisher. Die kleine Maid ist ein Sonnenschein. Immer wieder zeigt sie dieses zuckersüße Engelslächeln (wach und schlafend), die meiste Zeit schläft sie ohnehin und wenn sie wach wird zeigt sie deutlich, was sie gerade braucht (schmatzen = Hunger, Beine anziehen und weinen = Bauchweh,…). In den letzten Tagen hat sie auch schon immer längere Wachphasen, in denen sie sich sehr interessiert umsieht und vor allem ihre große Schwester himmelt sie geradezu an. Wenn die kleine Lady singt oder etwas erzählt, ist die kleine Maid sofort still und hört ihr ganz aufmerksam zu.

Ich könnte noch ewig so weiter erzählen, aber das soll es für heute erstmal gewesen sein. Ab dieser Woche hat der Prinz Urlaub und freuen uns auf eine intensive Zeit als nun vierköpfige Familie. Spielen, toben, lachen, kuscheln… Was will man mehr?

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns mit Karten und Geschenken zur Geburt unserer kleinen Maid überrascht haben. Ihr seid klasse!!!

Hallo Welt! Und plötzlich erblickt eine neue Hoheit das Licht der Welt…

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Mit den vorgenerierten Blogbeiträgen ist es manchmal so eine Sache… Sie gehen nach und nach online, während die Zeit so ins Land zieht und das eine oder andere Großereignis im Reallife der Bloggerin passiert, wie zum Beispiel die überraschende Geburt der kleinen Maid, gute drei Wochen vorm Termin. Wow! Ich kann es immer noch kaum fassen, dass wir nun zu viert sind, aber sie wollte unbedingt noch im Wonnemonat Mai das Licht der Welt erblicken. *wild kicher*

Den spektakulären Geburtsbericht spare ich mir nochmal ein Weilchen auf. Nur soviel: uns geht es prima, wir sind überglücklich und diese Woche lasse ich mich noch ein wenig von den Omas pflegen und verwöhnen, bevor der Prinz dann kommende Woche in den verdienten Elternurlaub geht. Mehr also demnächst.

Kugelzeit: 10. Monat und ein CTG mit ersten Wehen

RoyalBelly_smallHeute beginnt die 37. Schwangerschaftswoche und damit der 10. Monat. Wir sind in der Endrunde angelangt und die Frage, die wohl alle werdenden Mamis zu diesem Zeitpunkt bewegt: wann ist es soweit und es geht los? Die letzte große Hürde zum Babyglück muss genommen werden. PUH!

Heute war wieder Baby-Watching-Termin und das CTG verzeichnete die ersten Wehen. Groß verwundert hat mich das nicht, denn seit dem Wochenende habe ich oft, sehr, sehr oft Übungswehen (mitunter alle 5-10 Minuten). Die tun (noch) nicht weh, sind höchstens ein wenig unangenehm, also stören sie auch nicht weiter, mal abgesehen davon, dass man sich vorübergehend wie ein praller Ballon kurz vorm Platzen fühlt.
Da waren die Senkwehen neulich schon von einem etwas anderen Kaliber. Die taten richtig fies weh und hatte ich so bei der kleinen Lady gar nicht, bzw. erst unmittelbar vor der Geburt. Es fühlte sich an, als würde sich die kleine Maid mit ihren Füßen oben gegen meine Organe stemmen um ihren Kopf in mein Becken zu schieben. Es schmerzte, drückte und stach. Sehr autsch, zumal es genau passierte als ich die kleine Lady zum Kindergarten brachte. *seufz* Sieben Senkwehen innerhalb einer halben Stunde, seitdem ist diesbezüglich wieder Ruhe, aber so wirklich tiefer sitzt mein Bauch auch nicht. Die Ärztin meinte schon, aber ich bekomme immer noch schlecht Luft und habe hin und wieder Sodbrennen. Aber das liege an den langen Beinen unserer Tochter. Aha!

Ca. 49 cm soll sie inzwischen groß sein und 2.600 g schwer, wobei die Ärztin meint mein Bauch sehe nach „mehr“ aus, als die Hochrechnung des Computers. Lassen wir uns mal überraschen…
Könnte sein, dass wir auf den Tag der ersten Begegnung mit unserer kleinen Maid auch nicht mehr ganz so lange warten müssen. Offiziell sind es noch vier Wochen bis zum Geburtstermin, aber die Anzeichen sprechen dafür, dass es auch schon früher soweit sein könnte. Eine Überweisung für die Geburtsklinik steckt jedenfalls seit heute in meinem Mutterpass, für den Fall der Fälle. Und wir sind ein bisschen aufgeregter und hibbeliger als noch heute Morgen, zugleich weiß ich aber auch von Fällen, bei denen es auch früh so aussah, als würde sich schon was tun und die letztlich übertragen haben, bzw. umgekehrt tat sich laut Arzt bei der kleinen Lady damals bis zuletzt nichts und im Null-Komma-Nix hatte sie ihre Köfferchen gepackt und machte sich auf den Weg.

Babyvorfreude

Riesig gefreut habe ich mich heute Morgen über ein Tütchen voller Babyglück, dass mir durch die Schwiegermama von einer lieben Bekannten mitgebracht wurde. „Mit viel Liebe für die kleine Maid“ stand auf dem Geschenkanhänger und in der Tüte befanden sich zuckersüße Bodys mit Waldtiermotiven und noch ein paar praktische Mami-Utensilien. Hachz… *in Love*

Das war dann mein letzter Monats-Kugelbericht. Seltsames Gefühl! Der nächste Bericht dieser Art wird dann wohl ein Geburtsbericht, bzw. die Vorstellung der kleinen Maid. Hihihi…

Kugelzeit: 9. Monat im Nestbautrieb

RoyalBelly_smallSeit Montag befinde ich mich in der 35. Schwangerschaftswoche und damit befinde ich mich nun schon in der Mitte des 9. Monats – noch etwas über einen Monat bis zum Geburtstermin. Diese Woche haben wir das Anmeldegespräch zur Geburt in der Klinik, die Kliniktasche ist fertig gepackt, die Babyschale schon ins Auto eingebaut und auch der Kinderwagen bereit für den ersten Spaziergang. Irgendwie hat mich der totale Putz-, Wasch- und Aufräumfimmel gepackt. Nestbautrieb…

Ansonsten geht es mir bis auf den Wechsel zwischen hibbeligem Energieschub und komatösen Müdigkeitsanfällen recht gut. Hin und wieder habe ich recht schmerzhafte Senkwehen, aber nur so alle paar Tage mal und wirklich tiefer gerutscht ist mein Bauch nicht, obwohl er generell dieses Mal schon tiefer hängt als in der ersten Schwangerschaft. Aber heute zeige ich euch ein paar hübsche Kleinigkeiten, die mich in den letzten Tagen und Wochen erreicht haben.

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Zuerst aber ein Blick auf unsere Wickelstation. Alles bereit fürs Königsbaby und schon getestet von der kleinen Lady.

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*kyaaaa* Dieses riesige Klamottenpaket kam letzte Woche hier an und wurde größtenteils von Oma Mmchen gesponsert. Genauso wie ich bei der kleinen Lady total verrückt nach allem mit Waldtieren war, sind es bei der kleinen Maid nun die Meerestiere, vermutlich weil sie ein Sommerbaby wird. Umso entzückter war ich als ich die süßen Sachen mit Walen und Tintenfischen entdeckt habe. Aber an ein paar Waldtieren im Indianeroutfit kam ich auch nicht vorbei.

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Sind die Sachen nicht herzallerliebst? *kicher, kicher*

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Auch Oma Mmchen konnte ich noch überzeugen für uns noch mal die Nadel zu schwingen und dieses zuckersüße Strickjäckchen im maritimen Stil mit kleiner Krabbe für die kleine Maid zu handarbeiten.

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Auf den Bildern sieht es aus als wäre das Jäckchen schwarz-weiß, aber es ist nicht schwarz, sondern ein sehr dunkles blau. Ich mag besonders die kleine Krabbe. *kihihihi*

Noch ein paar Wochen brüten, dann darf die kleine Maid „schlüpfen“. Ich bin schon so gespannt wie sie wohl aussieht und wie das neue Familienleben zu viert wird. Vorher möchte ich noch ein paar Sachen für die Kleine nähen, das Familienbett muss noch geliefert und aufgebaut werden und ansonsten sind wir fertig und bereit für den Nachwuchs.

Worauf ich mich nach der Geburt freue…

RoyalBelly_smallHeute beginnt mit der 33. Schwangerschaftswoche der 9. Schwangerschaftsmonat. Noch 56 Tage bis zum errechneten Entbindungstermin und so langsam werde ich richtig hibbelig. Die Kliniktasche ist weitestgehend gepackt, der Weg zur gewünschten Geburtsklinik schon mal gecheckt und für den 13. Mai das Anmeldegespräch zur Geburt vereinbart. Mich hat es sehr amüsiert mal zu recherchieren was in diesem Stadium der Schwangerschaft bei der kleinen Lady damals passierte. Da waren wir nämlich gerade beim Säuglingspflegekurs und kurz darauf bei unserem Wochenend-Geburtsvorbereitungskurs, wo ich die Mamifreundin kennenlernte.

Zur Zeit fühlt es sich an als würden all die Erinnerungen, die nun drei Jahre unter einen dicken Eisschicht begraben lagen, wieder aufgetaut. Ich erinnere mich an die Zeit kurz vor der Geburt, an die Geburt an sich und die erste Zeit danach. Ich frage mich wie es wohl dieses Mal wird…

Die Schwangerschaft verlief bisher wieder recht komplikationslos. Manche „Begleiterscheinungen“ machten mir mehr zu schaffen als bei der kleinen Lady damals, andere weniger. Wenn ich eins gelernt habe: es lässt sich nichts planen, das Wichtigste ist flexibel zu sein und den Perfektionismus vorerst abzulegen. Es wird auch alles wieder besser, aber wenn man nur nach vorne sieht, verpasst man so viel wunderbares im Hier und Jetzt. Trotzdem, ein bisschen Vorfreude darf schon sein und so präsentiere ich euch heute meine Liste der Dinge, auf die ich mich „Nach der Geburt freue“:

Events:

  • erstes Kuscheln mit unserem Nesthäkchen
  • erstes Treffen unserer Töchter
  • Baby der Familie vorstellen
  • Baby-Fotoshooting
  • Heimkehr aus dem Krankenhaus
  • erster Spaziergang
  • erstes Bad

Mamilife:

  • erste Dusche „danach“
  • wenn die Schmerzen nachlassen

Essen:

  • Spiegelei mit flüssigem Eigelb zum Tunken
  • Steak, medium
  • Sushi
  • Sahne-Heringe
  • Räucherlachs
  • Speck essen
  • Schinken, Salami, Leberwurst, Camembert
  • Cinnamon Brownies (mit viiiiel Zimt!!!)