Jahresrückblick 2018


Es war einmal ein Jahr, das rundum wunderbar war…

Ganz ehrlich? Ich habe nix zu meckern, wenn ich mir unser Jahr 2018 so ansehe. Okay, okay, in der Makroaufnahme betrachtet, ist vielleicht so mancher kleiner Schandfleck im Jahresrückblick dazwischen, aber aus dem Zoom betrachtet bin ich rundum zufrieden. Ende gut, alles gut. Bitte weiter so! Fragt ihr euch jetzt was eigentlich so los war bei eurer Königsfamilie im Jahr 2018? Schauen wir es uns mal gemeinsam an…

Geburtstag in Paris

Nja, da haben wir den ersten Schandfleck gleich Mitte März. Den ganzen Winter über haben wir uns gesundheitlich wacker geschlagen. Dann geht mein lang gehegter Traum in Erfüllung und wir fahren nach Paris und ins Disneyland. Und was passiert? Die Grippe erwischt mich und ich liege mit 40 Fieber im Hotelzimmer. *seufz* Statt zart frühlingshaften Temperaturen erwarten uns Schnee und Eiseskälte. Nicht ganz so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. *hüstel* Aber nach dem ersten Wehklagen sage ich wir geben Paris nochmal eine Chance. Vielleicht nicht gleich 2019, aber ich verliere mein Ziel nicht aus den Augen. Und ein paar schöne Momente gab es trotzdem. Und hey, been there, done that. Tschakka!

Dreimal Mottogeburtstag: Meerjungfrauen, Winnie Pooh und Marvel-Superhelden

Eine Erkenntnis dieses Jahres: Ich liiiiebe es Parties zu organisieren. Besonders, wenn sie unter einem Motto stehen. Es macht mir riesigen Spaß alles auf ein Thema auszurichten. Deko, DIYs, Essen und Beschäftigungsideen, alles zusammen ergibt ein großes Ganzes. Ein unvergessliches Erlebnis!

Dieses Jahr haben wir jedenfalls drei wunderbare Geburtstage mit verschiedenen Mottos gefeiert. Der fünfte Geburtstag der kleinen Lady stand ganz unter dem Motto Meerjungfrauen. Für den zweiten Geburtstag der kleinen Maid durfte ich ihre kleinen und großen Gäste in Winnie Poohs Hundertmorgenwald entführen. Und schließlich gab es im September für den Prinzen eine sehr spontane Marvel-Superhelden-Grillparty.

Ich könnte es mir durchaus vorstellen Partyplanerin für Kindergeburtstage zu werden. Oder für Hochzeiten! Dieses Jahr haben sich gute Freunde von uns im April das Ja-Wort gegeben. Ich bekomme auch sieben Jahre nach unserer eigenen Traumhochzeit noch Herzchenaugen und Bauchzappeln, wenn ich höre, dass jemand heiratet. Hachz…

Städtetrip nach Prag

Im Juni ging es dann noch vor unserem großen Sommerurlaub in Österreich für zehn Tage nach Prag. Dieses Mal sind alle gesund geblieben und das Wetter war auch klasse. Ich war noch nie zuvor in Tschechien, aber es hat uns so gut gefallen, dass wir schon im Herbst erneut für einige Tage in dieses wunderbare Land reisten. Genau wie unseren Städtetrip nach London im vorigen Jahr, habe ich diese kleine Flucht aus den Alltag und die intensive Zeit mit meinen Mädchen sehr genossen. Der Prinz musste leider arbeiten, aber in Hinblick auf den Schulstart der kleinen Lady im kommenden Jahr, lasse ich mir so eine Gelegenheit bis dahin nicht entgehen.

Katzen voraus!

Ein ganz großes Highlight beschert uns das Jahresende noch, wie viele von euch sicher bereits mitbekommen haben. Wir bekommen Katzen! Zwei Kater um genau zu sein. Die kleinen Racker werden unseren Familienalltag sicher noch einmal ganz schön auf den Kopf stellen. Ich freue mich drauf!

2019 wird mein Jahr! Ich weiß noch nicht wie, aber es wird gut!

Aktuell strahlt mir der Optimismus aus allen Poren. Ich bin so dankbar für unser Leben, wie wir es haben. Es könnte gerade kaum besser sein. Im neuen Jahr stehen für uns einige große Meilensteine an. Die kleine Maid kommt in den Kindergarten. Wie es mit mir danach weiter geht, werde ich zur Zeit oft gefragt. Ich weiß es noch nicht. Das lasse ich auf mich zukommen. Erstmal werde ich in „Reha“ gehen, wie der Prinz es nennt, und es genießen mal wieder etwas mehr Me-Time zu bekommen. Und dann kommt die kleine Lady in die Schule. Wow! Das sind zwei riesige Ereignisse auf der Familienagenda. Wir planen auch bereits den einen oder anderen Familienurlaub. Und in Sachen Geburtstage wurden auch schon erste Ideen geäußert. Aktuell wünscht sich die kleine Lady als nächstes einen Weltraum-Geburtstag und die kleine Maid eine Paw Patrol Piraten Party. Ich bin gespannt. 2019 kann kommen! Rutscht gut rüber. Der Countdown läuft!

Weihnachts-Bucket-List erledigt!


Habt ihr so etwas wie eine Weihnachts-Bucket-List? Eine Liste von Dingen, die für euch Jahr für Jahr zur Vorweihnachtszeit auf jeden Fall sein müssen? Wir haben dieses Jahr tatsächlich einiges erlebt, gewerkelt und die „most wonderful time of the year“ in vollen Zügen genossen. Wollt ihr mal sehen?

Vorweihnachtliche ToDos: Adventskalender und Adventskranz

Eigentlich geht es mit den weihnachtlichten ToDos immer schon im November los. Ein Adventskalender muss besorgt, vielleicht sogar gebastelt werden. Auch den Adventskranz braucht man oft schon Ende November, sofern der erste Advent nicht in den Dezember fällt.

Weihnachts-Bucket-List Adventskalender und Adventskranz

Der Prinz hat mir einmal mehr den Wunsch nach einem selbst befüllten Adventskalender erfüllt. Darin fand ich abwechselnd die von mir so geliebten Tütchen mit duftigen Badezusätzen und kleine Naschereien. Die Mädchen machen es uns derzeit sehr leicht, denn sie haben sich ausdrücklich einen Schokokalender gewünscht. Die kleine Lady wollte eigentlich einen von Mia & Me. Habe ich aber leider nicht gefunden, weshalb wir uns für den Kompromiss Schokokalender plus Adventskalender-Buch mit Geschichte von Mia & Me (Affiliate Link) entschieden haben.
Mit dem Adventskranz habe ich es mir dieses Jahr ganz einfach gemacht und einen fertigen Kranz gekauft und mit Fliegenpilzen und kleinen Streuartikeln gepimpt.

Weihnachtsstimmung Marke Eigenbau

Wie kommt ihr am besten in Weihnachtsstimmung? Bei mir hilft es besonders gut mit Weihnachtsmusik in den Ohren und Plätzchenduft in der Nase durch die Wohnung zu tanzen.

Weihnachts-Bucket-List Plätzchen backen und Weihnachtsbücherkiste

Dieses Jahr haben wir mehrmals gebacken, denn der Vorrat war immer im Nu wieder weg genascht. Unsere Mädchen hatten dieses Jahr aber auch eine Engelsgeduld beim Ausstechen und Plätzchen dekorieren. Herrlich!
Und nach getaner Arbeit haben wir uns so manches Mal auf die Couch gekuschelt und gemeinsam eins unserer Weihnachtsbücher gelesen. Eindeutig am Beliebtesten dieses Jahr war Schwups sucht den Weihnachtsmann (Affiliate Link). Ist aber auch eine ganz süße Geschichte.

Weihnachts-Bucket-List Weihnachtsmarkt und Weihnachtsbaum schmücken

Dieses Jahr waren wir sogar auf zwei Weihnachtsmärkten. Erst in Mannheim und dann auf dem süßen, kleinen Weihnachtsmarkt im Nachbarort, auf den ich schon gehen möchte seit wir hier her gezogen sind. Dieses Jahr hat es zum ersten Mal geklappt.

Unseren Weihnachtsbaum holen wir traditionell jedes Jahr an Nikolaus nach dem Nikolausfeuer. Selbstredend wird er dann auch noch am selben Abend geschmückt. Dieses Jahr sind dabei zwei Kugeln und ein gläserner Fliegenpilz zu Bruch gegangen. Ein bisschen Schwund ist eben immer… Ging übrigens nicht alles aufs Konto der Kinder, die mit großem Feuereifer beim Dekorieren mitgeholfen haben.

Nikolaus, Weihnachtsmann und Christkind kommen

Der 6. Dezember stellt das erste große Highlight der Vorweihnachtszeit dar. Der Nikolaus kommt! Abends werden die Schuhe geputzt und zusammen mit einem Teller mit Plätzchen und einem Glas Milch für den Nikolaus vor die Tür gestellt. Ich liebe es, wenn die Kinder am Morgen noch in ihren Schlafanzügen los flitzen um zu sehen was in ihren Schuhen steckt. Dieses Jahr gab es ein Spiel für die kleine Lady und eine Winnie Pooh Weihnachts-DVD (Affiliate Link) für die kleine Maid. Für beide zusammen noch das schon erwähnte Schwups-Weihnachtsbuch. Ein bisschen Schoki darf natürlich auch nicht fehlen.

Weihnachts-Bucket-List Nikolaus

Nachmittags geht es dann alljährlich zum Nikolausfeuer. Dort wird Stockbrot gemacht und es gibt leckeren Kinderpunsch. Danach fahren wir unseren Weihnachtsbaum aussuchen. Dieses Jahr hat die kleine Lady unseren grünen Freund ausgewählt und er ist wirklich wuuuunderschön. Aber seht selbst…

Weihnachts-Bucket-List Schnee und Weihnachtsbaum

Geschneit hat es übrigens im Dezember bei uns auch! Einmal nur, aber immerhin. Wir haben die weiße Pracht voll ausgenutzt. Schneeballschlacht, Schneemann bauen, Schlitten fahren und Schnee-Engel machen abgehakt!
Und ehe wir uns versahen war er da: der heilige Abend! Dieses Jahr haben wir übrigens zum ersten Mal tatsächlich erst am Abend beschert. Die letzten Jahre lagen die Geschenke für die Kinder morgens unterm Baum. Wir waren dieses Jahr auch zum ersten Mal am 24. nur zu viert. Die Familienbesuche werden am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag gemacht. War schön so. Wir konnten uns ganz den Kindern (und dem Aufbau ihrer Geschenke) widmen, haben zusammen gespielt und etwas später als sonst zwei leicht überdrehte, aber sehr zufriedene Kinder zu Bett gebracht.

Der Prinz hat mir übrigens einen echten Herzenswunsch erfüllt. Hachz… Eine neue Kamera! Nachdem meine alte Knipse wegen eines Wackelkontakts immer wieder in entscheidenden Momenten den Dienst verweigerte, habe ich in den letzten Monaten nur noch mit dem Handy fotografiert. Das geht bei den heutigen Handykameras auch recht gut, bis man mal Zoom oder Makro bräuchte… In Hinblick auf den baldigen Einzug unserer zwei Katzenkinder ist das neue Schätzelein natürlich wie ein Sechser im Lotto. Ich sehe es schon kommen: Princess Attitude mutiert 2019 vom Mama-Blog zum Katzen-Blog. *lach* Wir werden sehen.

Bleibt mir nur euch allen schöne Weihnachten und einen furiosen Start ins neue Jahr zu wünschen. Bis bald.

Eure Maru

Kids & Cats – Katzen für die Königsfamilie


Nimabti Nebelung Katze Kitten

Bildrechte: Nimbati

„Mama, ich möchte eine Babykatze!“

Mit diesen Worten kehrte die kleine Lady vor einigen Wochen vom Besuch bei ihrer Tante zurück. Der Ausflug in den Zoo war Nebensache. Immer wieder kam sie auf die niedlichen Kätzchen zu sprechen, mit denen sie bei ihrer Tante kuscheln und spielen durfte. Mein Herz bekam Schluckauf bei der Äußerung dieses Wunsches. Sie rannte offene Türen bei mir ein…

Von der Möhrchen-Futterfee zum Dosenöffner?

Letztes Jahr in der Weihnachtszeit starb unser Kanichen Kaitô. Schon vorher war für uns klar, dass der Abschied von Kaitô auch den Abschied von unserer Aiko nach sich ziehen würde. Einzelhaltung kam für uns nicht in Frage. So hatten wir immer und immer wieder einen neuen Partner für unser hinterbliebenes Kaninchen dazu geholt, wenn eines verstarb. Viele, viele Jahre waren wir Futterfeen für unsere Kaninchen. Aiko bekam zwischen den Jahren ein wirklich tolles, neues Zuhause. Sie durfte wieder zu einem neuen Kaninchenfreund ziehen. Ihr mittlerweile dritter Mann, mit dem sie sich auf Anhieb wunderbar verstand. Für mich war es die traurigste Weihnachtszeit, die man sich nur vorstellen kann. Ein Jahr ist das nun her und oft, sehr oft habe ich an meine Löffeltiere gedacht und sie schmerzlich vermisst. Nun also Katzen?

Nimabti Nebelung Katzen Kitten

Bildrechte: Nimbati

Das „ideale“ Haustier für Kinder

„Fragen Sie nicht was Ihr Tier für Sie tun kann, sondern was Sie für Ihr Tier tun können…“ Letztlich müssen sich aber alle miteinander wohl fühlen. Der Prinz und ich dachten schon länger über einen Hund nach. Ich wünschte mir ein Haustier, mit dem die Kinder mehr anfangen könnten. Nicht nur füttern und beobachten, sondern auch kuscheln und spielen. Ein richtiger Spielgefährte und Seelentröster. Ein Hund schien uns ideal. Doch in einer Mietwohnung auch wieder nicht. Außerdem scheute ich das tägliche Gassi gehen bei jedem Wetter, so gerne ich auch raus gehe. Wäre eine Katze also wirklich der beste Kompromiss für uns? In meinem Kopf fing es an zu arbeiten. Mein Herz überholte den Kopf als ich sah wie die kleine Lady sich mit der sonst so scheuen Nachbarskatze anfreundete.

Ein Freigänger oder zwei Hauskatzen?

Das Thema Katze ließ die Mädchen und mich nicht mehr los. Auch die kleine Maid stimmte ihrer Schwester zu: „Katze haben! Nicht Hund!“ Doch die erste große Hürde stellte der Prinz dar. Der war zunächst gar nicht begeistert die neu gewonnene Freiheit und Flexibilität ohne Haustiere nach nur einem Jahr schon wieder aufzugeben. Pläne wurden geschmiedet um den Herrn Papa umzustimmen und schließlich bröckelte seine Abwehr und er zog es in Erwägung.

Nimabti Nebelung Katzen Kitten

Bildrechte: Nimbati

Und auf einmal wird alles immer realer und konkreter. Was wenn die Katze doch keine Schmusekatze ist? Wenn sie sich nicht mit den Kindern versteht? Oder wenn die Kinder ihr nicht die nötige Ruhe gönnen? Wie schrecklich wäre es, wenn die Katze verschwindet, überfahren oder vergiftet wird…
Eine Berg-und-Talfahrt der Gedanken und Gefühle. Vorfreude und Euphorie wechseln sich nun mit Ängsten und Sorgen ab. Der Prinz hatte wohl ähnliche Gedanken, denn er verkündete schließlich seine Bedingungen: wir nehmen zwei Katzen, aber sie bleiben drinnen. Ob reine Wohnungskatzen glücklich sind, wenn sie nie etwas anderes gekannt haben, daran scheiden sich die Geister. Ich hoffe, dass wir zumindest unsere große Terrasse katzensicher machen können, um ihnen so ein wenig Frischluft gönnen zu können.

Ein bisschen wie schwanger…

…führe ich mich gerade auf. *lach* Das Gefühlschaos passt dazu und auch das Warten auf unsere Kätzchen. Ich habe mich nämlich verliebt! Da lag so ein kleiner Kater zusammengerollt auf meiner Hand und schmiegte sich mit seinem Köpfchen an. Als ich nach einer ganzen Weile die Hand wieder unter ihm raus ziehen wollte, kam eine kleine Pfote hinterher und forderte meine Hand zurück. Mein Herz machte einen Hüpfer und an diesem Abend beschwerte ich mich, wie schon lange nicht mehr, beim Prinzen und er gab nach. Der Kleine und seine Brüder sind erst fünf Wochen alt. Es wird also noch etwa zwei Monate dauern bis wir unsere neuen Familienmitglieder begrüßen dürfen. Bis dahin mache ich Katzen-Baby-Shopping und versuche so viel es nur geht über unsere neuen Familienmitglieder und ihre Bedürfnisse zu lernen. Auch die Kinder befinden sich in einer Art Katzen-Boot-Camp. Keine Türen mehr offen stehen lassen, die nach draußen führen, Müll gleich wegräumen, und so weiter.

Ist das aufregend! Hattet ihr Haustiere als Kinder? Und wenn ja, welche? Habt ihr Tipps für uns als Katzen-Neulinge? So und so: Macht euch künftig auf einiges an Cat-Content hier gefasst…

Projekt Kinderzimmer – Fortschritte und Erfahrungen


Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugfreies Kinderzimmer: Wir schicken das Spielzeug in Urlaub

Eine Woche ist es jetzt her seit wir das Spielzeug aus dem Kinderzimmer der kleinen Lady mit ihrem Einverständnis „in den Urlaub geschickt“ haben. Bevor wir losgelegt haben alles auszuräumen und zu verpacken, habe ich die kleine Lady gefragt ob sie sich ein paar Sachen aussuchen möchte, die da bleiben. Daraufhin wählte sie ihre vier liebsten Kuscheltiere aus, die auch nachts ihr Bett bevölkern. „Sonst kann alles, alles weg, Mama.“, vermeldete sie entschlossen. Sogar die Bücher sollten weg mit Ausnahme der aktuellen Vorlese-Lektüre zum Einschlafen. Zurück blieb ein leeres Zimmer mit viel Platz zum Toben und seit langem wurde mal wieder das Tipi aufgestellt.

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Leeres Kinderzimmer, voller Flur – Ausmisten und neu sortieren

Doch wohin nun mit all dem Spielzeug? Erst einmal wurde alles in den Flur geschafft und mit einer großen Decke abgehängt. Aus den Augen, aus dem Sinn, oder so ähnlich. Dann ging es ans längerfristige Umräumen…

Spielsachen, die in meinen Augen schon länger nicht mehr (oder noch nie) gefragt waren, kamen in den Keller. Ein Teil wanderte in die „wird vermutlich nicht mehr gebraucht“-Kiste. In ein paar Monaten werde ich sie nochmal durchgehen und sehen was verkauft, verschenkt oder entsorgt werden kann. Sachen, von denen ich erwarte, dass die kleine Lady sie schnell zurück verlangt, habe ich in greifbarer Nähe verstaut. Ein paar sind in Kisten mit Deckel in ihren Kleiderschrank untergekommen. Andere in die oberen Fächer des Regals im Zimmer der kleinen Maid gewandert. Insgesamt soll nicht mehr so viel Spielzeug auf einmal zur Verfügung stehen, sondern öfter mal das Angebot ausgetauscht werden.

Auch die Kisten mit Spielsachen, die aufgehoben werden, habe ich so gut es ging ausgedünnt. Nur eine Auswahl der schönsten Spiel-Lebensmittel in die Kinderküche eingeräumt. Ein paar Verkleidungssachen, die nie benutzt wurden, kaputt waren oder zu klein, entsorgt. Nur eine kleine Familie bunter Ponys ausgewählt um mit dem Ponyhaus zu spielen und nur ein wenig Zubehör dazu gelegt. Wer braucht schon 30 Ponys und dazu 15 Kämme verschiedener Formen und Farben? *pfeif*

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugangebot präsentieren: Ein bisschen Montessori

Der nächste Schritt betraf die Präsentation der Spielsachen. In einem Möbelhaus habe ich schöne aus Naturmaterialien geflochtene Korbtabletts gefunden, die nun die Pferde der kleinen Lady und die Winnie Pooh Figuren der kleinen Maid beherbergen. Schön an dieser Aufbewahrung: die Kinder sehen gleich was ihnen zur Verfügung steht und können das ganze Tablett mit auf den Boden nehmen und danach alles wieder einräumen und es wegstellen. Außerdem wird das Körbchen gerne zum Stall, zur Weide oder als runder Reitplatz umfunktioniert. Ja, ich würde sagen ein erster Erfolg in Sachen freies, kreatives Spiel.

Auch der Kleiderschrank der kleinen Lady hat noch einmal eine Generalüberholung im Sinne des Montessori-Leitspruchs „Hilf mir es selbst zu tun“ erfahren. Hosen und Unterwäsche befinden sich jetzt in Körben direkt unter der Kleiderstange mit den Pullis und Kleidern. Die Hosen habe ich dabei unter die Pullis platziert, weil sie ja zusammen gehören, während die Stumpfhosen unter den Kleidchen lagern.

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Erste Beobachtungen und Erfahrungen

Das neue, übersichtlichere Kinderzimmer gefällt nicht nur der kleinen Lady sehr gut. Auch ich habe das Gefühl dort jetzt freier atmen zu können. Schon vorher hatte jedes Teil seinen Platz, wo es hingehört, doch nun sind es einfach weniger Teile und damit ist viel schneller aufgeräumt. Weniger Teile bedeutet auch weniger Sucherei. Das hat wiederum weniger Zeug auf dem Boden zur Folge, weil die Kisten nicht mehr einfach ausgeleert werden.

Es dauerte übrigens gerade mal einen Tag bis die kleine Lady das erste Spielzeug zurück verlangte und zwar ihre Verkleidungskiste. Das zweite waren die Puzzles. Dann waren wir so viel draußen bei dem schönen Wetter, dass nicht wirklich was vermisst wurde. Trotzdem wurde das angebotene Tablett mit den Schleich-Pferden sehr gerne angenommen. Außerdem durften die 10 absoluten Lieblingsbücher wieder einziehen, das Indianer-Playmobil, die Puzzles und ein Pferde-Stickerbuch. Auch die vom Prinzen ausrangierte Nachttischlampe hat sich die kleine Lady gekrallt. Irgendwie sieht ihr Zimmer jetzt schon wieder ein wenig Erwachsener aus. Hachz, mein Vorschulkind…

Ich bin sehr gespannt wie sich das Spielverhalten nun weiter entwickelt. Auch im Zimmer der kleinen Maid wurde ein wenig umgeräumt. Aber das zeige ich euch ein anderes Mal. Als nächstes stehe ich vor der Herausforderung mir den Kopf über Weihnachtsgeschenke zu zerbrechen. Weniger ist mehr, soweit so gut. Aber welches „weniger“ darf es denn dieses Jahr sein? Immerhin wünschen sich die Kinder Schoko- statt Spielzeug-Adventskalender. Puh!

Projekt Kinderzimmer – Spielzeugfrei & Montessori


Projekt Kinderzimmer Kampf dem Chaos

„Wir schicken das Spielzeug in Urlaub!“

Diesen Vorschlag unterbreitete ich der kleinen Lady neulich, als ihr Zimmer mal wieder aussah als hätte eine Bombe eingeschlagen. Irgendwas wurde gesucht, alle Kisten ausgeleert und der Inhalt auf dem Boden verteilt. Kein Wunder, wenn sie dann zum Spielen das Weite sucht und ins Zimmer ihrer Schwester oder ins Wohnzimmer auswandert. Obwohl ich immer wieder am Ausmisten und Reorganisieren bin, haben wir einfach zu viel Spielzeug. Doch kaum möchte man sich von etwas trennen, spielen die Kinder auf einmal damit als wäre es das allerliebste Spielzeug. Wer kennt es?

Obwohl bei uns jedes Spielzeug seinen festen Ort hat, an den es gehört, ist es immer wieder schwierig auch nur einmal in der Woche die Kinder zum Aufräumen zu bewegen damit gesaugt werden kann. Und immer wieder höre ich „Mir ist langweilig! Ich weiß nicht was ich spielen soll!“ Womit mir die kleine Lady wirklich die Augen geöffnet hat war der letzte Besuch im Spielwarenladen. „Ich brauche nichts, Mama. Wir haben doch schon so viel.“ Wie wahr! Und vieles davon habe ich angeschafft, weil ich es so niedlich fand oder der Ansicht war, dass es den Kindern bestimmt gut gefallen wird und ich ihnen eine Freude machen wollte. Darf ich mich da überhaupt beschweren, wenn sie es nicht schaffen Ordnung zu halten?

Spielzeugfrei – Weniger ist mehr

Nach unserem Urlaub wollen wir jetzt das Spielzeug in Urlaub schicken. Alles soll in Kisten verpackt in den Keller wandern. Und dann schauen wir mal welches Spielzeug wirklich vermisst wird und wieder oben einziehen darf. Ich bin schon sehr gespannt, welches Spielzeug zurück verlangt wird. Auch die kleine Lady ist schon aufgeregt und freut sich auf das Experiment.

Die Keller-Kisten werden gut beschriftet und öfter zum Austausch angeboten. Spielzeug, das überhaupt nicht gefragt ist, wird mit der Zeit verkauft oder verschenkt. Ich tue mir etwas schwer damit, denn nicht immer sehen die Kinder ein sich von den Sachen zu trennen, mit denen sie meiner Meinung nach gar nicht mehr spielen. Wie macht ihr das? Heimlich entsorgen, oder aufbewahren bis die Kinder alt genug sind selbst einzusehen, dass sie es nicht mehr brauchen?

Und wie schafft man es, dass Weihnachten und Geburtstage nicht ausarten und wieder so viel Spielzeug hinein geschwemmt wird? Wir haben die letzten Jahre alle gebeten zusammen zu legen für ein großes Geschenk. Aber trotzdem hatten viele zusätzlich ein kleines Geschenk, weil sie ja auch etwas verpacken und übergeben wollten. Auch der Prinz bringt seinen Töchtern gerne eine Kleinigkeit von seinen Dienstreisen mit. Nicht einfach…

Montessori – Hilf mir es selbst zu tun

Das Nächste, was mir wichtig ist: die Kinder sollen möglichst an alles selbst ran kommen in ihren Zimmern. Der kleinen Lady haben wir jetzt zum Beispiel die Kleiderstange in ihrem Kleiderschrank tiefer eingebaut. Aktuell überlege ich noch wie ich die anderen Kleidungsstücke besser zugänglich machen kann. Immerhin haben wir schon mal für alles eine eigene Kiste: Hosen, Pullis, Shirts, Strumpfhosen, usw.

Projekt Kinderzimmer Kleiderschrank auf Augenhöhe

Bei der kleinen Maid würde ich gerne das große Regal, das unsere Kuschel-Leseecke vom Spielbereich trennt, durch ein halbhohes Regal ersetzen. Kleineres Regal, weniger Spielzeug, mehr Übersicht.

Was ich mir davon erhoffe:

  • weniger Spielzeug-Chaos in der Wohnung
  • intensiveres spielen
  • gesteigerte Wertschätzung der Spielsachen

Am meisten muss ich wohl an mir selbst arbeiten. Ich darf nicht mehr so viel für die Kinder anschaffen. Das gilt auch für Kleidung. Immerhin bin ich hier schon auf einem ganz guten Weg und kaufe weniger und dafür wertiger. Manche Sachen kaufe ich auch erst nach, wenn ich merke, dass wir davon zu wenig haben und ich mit dem Waschen nicht hinterher komme.

Projekt Kinderzimmer Umsetzung

  • alle Spielsachen nach Themenbereichen sortiert in Kisten mit Deckel verpacken, beschriften und in den Keller bringen
  • Spielsachen angelehnt an Montessori präsentieren (mit offenen Körben oder Tabletts und alles gut erreichbar)
  • beobachten welche Spielsachen vermisst und zurück verlangt werden
  • beobachten wie sich das Spielverhalten entwickelt
  • Ideen für Geschenke sammeln wie z.B. Verbrauchsmaterialien zum Basteln, Knete, benötigte Kleidung,… und echte Herzenswünsche
  • nicht mehr benötigtes Spielzeug verkaufen, verschenken, spenden

Gehen wir es an! Ich bin gespannt und werde euch bei Gelegenheit mal von unseren Fortschritten und Erfahrungen im Projekt Kinderzimmer berichten.

Einblicke in unsere Kinderzimmer: (in aufgeräumtem Zustand) ^-^

Waldtier-Kinderzimmer der kleinen Maid (2) – früher das Zimmer der kleinen Lady
Indianer-Kinderzimmer der kleinen Lady (5)