Projekt Kinderzimmer – Fortschritte und Erfahrungen

*Werbung* Für den folgenden Artikel haben wir weder eine Bezahlung noch kostenlose Artikel zur Verfügung gestellt bekommen, doch wir zeigen/erwähnen Produkte oder Ausflugsziele, was euch zum Kauf oder Besuch derselbigen veranlassen könnte. Weiterhin werden Artikel, für die wir "gesponsert" werden, gesondert kenntlich gemacht, denn Transparenz ist uns sehr wichtig. Und nun viel Spaß beim Lesen! ;)

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugfreies Kinderzimmer: Wir schicken das Spielzeug in Urlaub

Eine Woche ist es jetzt her seit wir das Spielzeug aus dem Kinderzimmer der kleinen Lady mit ihrem Einverständnis „in den Urlaub geschickt“ haben. Bevor wir losgelegt haben alles auszuräumen und zu verpacken, habe ich die kleine Lady gefragt ob sie sich ein paar Sachen aussuchen möchte, die da bleiben. Daraufhin wählte sie ihre vier liebsten Kuscheltiere aus, die auch nachts ihr Bett bevölkern. „Sonst kann alles, alles weg, Mama.“, vermeldete sie entschlossen. Sogar die Bücher sollten weg mit Ausnahme der aktuellen Vorlese-Lektüre zum Einschlafen. Zurück blieb ein leeres Zimmer mit viel Platz zum Toben und seit langem wurde mal wieder das Tipi aufgestellt.

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Leeres Kinderzimmer, voller Flur – Ausmisten und neu sortieren

Doch wohin nun mit all dem Spielzeug? Erst einmal wurde alles in den Flur geschafft und mit einer großen Decke abgehängt. Aus den Augen, aus dem Sinn, oder so ähnlich. Dann ging es ans längerfristige Umräumen…

Spielsachen, die in meinen Augen schon länger nicht mehr (oder noch nie) gefragt waren, kamen in den Keller. Ein Teil wanderte in die „wird vermutlich nicht mehr gebraucht“-Kiste. In ein paar Monaten werde ich sie nochmal durchgehen und sehen was verkauft, verschenkt oder entsorgt werden kann. Sachen, von denen ich erwarte, dass die kleine Lady sie schnell zurück verlangt, habe ich in greifbarer Nähe verstaut. Ein paar sind in Kisten mit Deckel in ihren Kleiderschrank untergekommen. Andere in die oberen Fächer des Regals im Zimmer der kleinen Maid gewandert. Insgesamt soll nicht mehr so viel Spielzeug auf einmal zur Verfügung stehen, sondern öfter mal das Angebot ausgetauscht werden.

Auch die Kisten mit Spielsachen, die aufgehoben werden, habe ich so gut es ging ausgedünnt. Nur eine Auswahl der schönsten Spiel-Lebensmittel in die Kinderküche eingeräumt. Ein paar Verkleidungssachen, die nie benutzt wurden, kaputt waren oder zu klein, entsorgt. Nur eine kleine Familie bunter Ponys ausgewählt um mit dem Ponyhaus zu spielen und nur ein wenig Zubehör dazu gelegt. Wer braucht schon 30 Ponys und dazu 15 Kämme verschiedener Formen und Farben? *pfeif*

Kinderzimmer spielzeugfrei Montessori

Spielzeugangebot präsentieren: Ein bisschen Montessori

Der nächste Schritt betraf die Präsentation der Spielsachen. In einem Möbelhaus habe ich schöne aus Naturmaterialien geflochtene Korbtabletts gefunden, die nun die Pferde der kleinen Lady und die Winnie Pooh Figuren der kleinen Maid beherbergen. Schön an dieser Aufbewahrung: die Kinder sehen gleich was ihnen zur Verfügung steht und können das ganze Tablett mit auf den Boden nehmen und danach alles wieder einräumen und es wegstellen. Außerdem wird das Körbchen gerne zum Stall, zur Weide oder als runder Reitplatz umfunktioniert. Ja, ich würde sagen ein erster Erfolg in Sachen freies, kreatives Spiel.

Auch der Kleiderschrank der kleinen Lady hat noch einmal eine Generalüberholung im Sinne des Montessori-Leitspruchs „Hilf mir es selbst zu tun“ erfahren. Hosen und Unterwäsche befinden sich jetzt in Körben direkt unter der Kleiderstange mit den Pullis und Kleidern. Die Hosen habe ich dabei unter die Pullis platziert, weil sie ja zusammen gehören, während die Stumpfhosen unter den Kleidchen lagern.

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Erste Beobachtungen und Erfahrungen

Das neue, übersichtlichere Kinderzimmer gefällt nicht nur der kleinen Lady sehr gut. Auch ich habe das Gefühl dort jetzt freier atmen zu können. Schon vorher hatte jedes Teil seinen Platz, wo es hingehört, doch nun sind es einfach weniger Teile und damit ist viel schneller aufgeräumt. Weniger Teile bedeutet auch weniger Sucherei. Das hat wiederum weniger Zeug auf dem Boden zur Folge, weil die Kisten nicht mehr einfach ausgeleert werden.

Es dauerte übrigens gerade mal einen Tag bis die kleine Lady das erste Spielzeug zurück verlangte und zwar ihre Verkleidungskiste. Das zweite waren die Puzzles. Dann waren wir so viel draußen bei dem schönen Wetter, dass nicht wirklich was vermisst wurde. Trotzdem wurde das angebotene Tablett mit den Schleich-Pferden sehr gerne angenommen. Außerdem durften die 10 absoluten Lieblingsbücher wieder einziehen, das Indianer-Playmobil, die Puzzles und ein Pferde-Stickerbuch. Auch die vom Prinzen ausrangierte Nachttischlampe hat sich die kleine Lady gekrallt. Irgendwie sieht ihr Zimmer jetzt schon wieder ein wenig Erwachsener aus. Hachz, mein Vorschulkind…

Ich bin sehr gespannt wie sich das Spielverhalten nun weiter entwickelt. Auch im Zimmer der kleinen Maid wurde ein wenig umgeräumt. Aber das zeige ich euch ein anderes Mal. Als nächstes stehe ich vor der Herausforderung mir den Kopf über Weihnachtsgeschenke zu zerbrechen. Weniger ist mehr, soweit so gut. Aber welches „weniger“ darf es denn dieses Jahr sein? Immerhin wünschen sich die Kinder Schoko- statt Spielzeug-Adventskalender. Puh!

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