Projekt Kinderzimmer – Spielzeugfrei & Montessori

*Werbung* Für den folgenden Artikel haben wir weder eine Bezahlung noch kostenlose Artikel zur Verfügung gestellt bekommen, doch wir zeigen/erwähnen Produkte oder Ausflugsziele, was euch zum Kauf oder Besuch derselbigen veranlassen könnte. Weiterhin werden Artikel, für die wir "gesponsert" werden, gesondert kenntlich gemacht, denn Transparenz ist uns sehr wichtig. Und nun viel Spaß beim Lesen! ;)

Projekt Kinderzimmer Kampf dem Chaos

„Wir schicken das Spielzeug in Urlaub!“

Diesen Vorschlag unterbreitete ich der kleinen Lady neulich, als ihr Zimmer mal wieder aussah als hätte eine Bombe eingeschlagen. Irgendwas wurde gesucht, alle Kisten ausgeleert und der Inhalt auf dem Boden verteilt. Kein Wunder, wenn sie dann zum Spielen das Weite sucht und ins Zimmer ihrer Schwester oder ins Wohnzimmer auswandert. Obwohl ich immer wieder am Ausmisten und Reorganisieren bin, haben wir einfach zu viel Spielzeug. Doch kaum möchte man sich von etwas trennen, spielen die Kinder auf einmal damit als wäre es das allerliebste Spielzeug. Wer kennt es?

Obwohl bei uns jedes Spielzeug seinen festen Ort hat, an den es gehört, ist es immer wieder schwierig auch nur einmal in der Woche die Kinder zum Aufräumen zu bewegen damit gesaugt werden kann. Und immer wieder höre ich „Mir ist langweilig! Ich weiß nicht was ich spielen soll!“ Womit mir die kleine Lady wirklich die Augen geöffnet hat war der letzte Besuch im Spielwarenladen. „Ich brauche nichts, Mama. Wir haben doch schon so viel.“ Wie wahr! Und vieles davon habe ich angeschafft, weil ich es so niedlich fand oder der Ansicht war, dass es den Kindern bestimmt gut gefallen wird und ich ihnen eine Freude machen wollte. Darf ich mich da überhaupt beschweren, wenn sie es nicht schaffen Ordnung zu halten?

Spielzeugfrei – Weniger ist mehr

Nach unserem Urlaub wollen wir jetzt das Spielzeug in Urlaub schicken. Alles soll in Kisten verpackt in den Keller wandern. Und dann schauen wir mal welches Spielzeug wirklich vermisst wird und wieder oben einziehen darf. Ich bin schon sehr gespannt, welches Spielzeug zurück verlangt wird. Auch die kleine Lady ist schon aufgeregt und freut sich auf das Experiment.

Die Keller-Kisten werden gut beschriftet und öfter zum Austausch angeboten. Spielzeug, das überhaupt nicht gefragt ist, wird mit der Zeit verkauft oder verschenkt. Ich tue mir etwas schwer damit, denn nicht immer sehen die Kinder ein sich von den Sachen zu trennen, mit denen sie meiner Meinung nach gar nicht mehr spielen. Wie macht ihr das? Heimlich entsorgen, oder aufbewahren bis die Kinder alt genug sind selbst einzusehen, dass sie es nicht mehr brauchen?

Und wie schafft man es, dass Weihnachten und Geburtstage nicht ausarten und wieder so viel Spielzeug hinein geschwemmt wird? Wir haben die letzten Jahre alle gebeten zusammen zu legen für ein großes Geschenk. Aber trotzdem hatten viele zusätzlich ein kleines Geschenk, weil sie ja auch etwas verpacken und übergeben wollten. Auch der Prinz bringt seinen Töchtern gerne eine Kleinigkeit von seinen Dienstreisen mit. Nicht einfach…

Montessori – Hilf mir es selbst zu tun

Das Nächste, was mir wichtig ist: die Kinder sollen möglichst an alles selbst ran kommen in ihren Zimmern. Der kleinen Lady haben wir jetzt zum Beispiel die Kleiderstange in ihrem Kleiderschrank tiefer eingebaut. Aktuell überlege ich noch wie ich die anderen Kleidungsstücke besser zugänglich machen kann. Immerhin haben wir schon mal für alles eine eigene Kiste: Hosen, Pullis, Shirts, Strumpfhosen, usw.

Projekt Kinderzimmer Kleiderschrank auf Augenhöhe

Bei der kleinen Maid würde ich gerne das große Regal, das unsere Kuschel-Leseecke vom Spielbereich trennt, durch ein halbhohes Regal ersetzen. Kleineres Regal, weniger Spielzeug, mehr Übersicht.

Was ich mir davon erhoffe:

  • weniger Spielzeug-Chaos in der Wohnung
  • intensiveres spielen
  • gesteigerte Wertschätzung der Spielsachen

Am meisten muss ich wohl an mir selbst arbeiten. Ich darf nicht mehr so viel für die Kinder anschaffen. Das gilt auch für Kleidung. Immerhin bin ich hier schon auf einem ganz guten Weg und kaufe weniger und dafür wertiger. Manche Sachen kaufe ich auch erst nach, wenn ich merke, dass wir davon zu wenig haben und ich mit dem Waschen nicht hinterher komme.

Projekt Kinderzimmer Umsetzung

  • alle Spielsachen nach Themenbereichen sortiert in Kisten mit Deckel verpacken, beschriften und in den Keller bringen
  • Spielsachen angelehnt an Montessori präsentieren (mit offenen Körben oder Tabletts und alles gut erreichbar)
  • beobachten welche Spielsachen vermisst und zurück verlangt werden
  • beobachten wie sich das Spielverhalten entwickelt
  • Ideen für Geschenke sammeln wie z.B. Verbrauchsmaterialien zum Basteln, Knete, benötigte Kleidung,… und echte Herzenswünsche
  • nicht mehr benötigtes Spielzeug verkaufen, verschenken, spenden

Gehen wir es an! Ich bin gespannt und werde euch bei Gelegenheit mal von unseren Fortschritten und Erfahrungen im Projekt Kinderzimmer berichten.

Einblicke in unsere Kinderzimmer: (in aufgeräumtem Zustand) ^-^

Waldtier-Kinderzimmer der kleinen Maid (2) – früher das Zimmer der kleinen Lady
Indianer-Kinderzimmer der kleinen Lady (5)

4 Gedanken zu „Projekt Kinderzimmer – Spielzeugfrei & Montessori

  1. Pingback: Aufräumen mit Kindern: Aufräumspiele - Princess AttitudePrincess Attitude

  2. @ Sarah: Toll finden wir alle, dass nun viel schneller aufgeräumt ist. Wir machen jetzt immer Aufräumspiele und meist ist in nur fünf Minuten wieder alles weg. Weiterer positiver Nebeneffekt: es wird aktuell wirklich auch mal mit Sachen gespielt, die sonst weniger Beachtung fanden. Haben jetzt quasi immer Themenwochen. Eine Woche Lego Eisenbahn, dann Hubbelino Kugelbahn, usw. Aber bei dem schönen Wetter sind wir auch weiterhin viel draußen.

  3. Ich würde mich freuen, wenn du in zwei drei Wochen mal berichtest, wie es läuft.
    Tatsächlich lasse ich immer einfach verschwinden, wenn ich merke, dass bestimmte Sachen so gar keine Beachtung finden. Manche Sachen verkauft der Große auch selber über Kleinanzeigen und freut sich dann über zusätzliches Geld in der Spardose.
    Aber ja, ich kenne das auch, dass sich von Dingen schwer getrennt werden kann.
    Der Große spielt eigentlich nur Fußball und Pokemon Karten. Er liest seine Comics und spielt in seinem Zimmer Basketball. Der neue Flipper macht auch ne Menge Spaß, aber ansonsten findet Spielzeug kein Interesse bei ihm und deshalb sind auch nur die genannten Sachen in sein Zimmer mit umgezogen. Beim Kleinen hat es sich auf Lego, Brio und ebenfalls Fußball bzw. Bälle eingpendelt. Zusammen mit seinen Büchern ist das der Hauptanteil in seinem Zimmer. Dazu gesellen sich Paw Patrol und ein paar Küchen – und Musiksachen. All das wird auch abwechselnd immer mal benutzt.

    Für alle zusammen haben wir im Flur einen Spiele- und Bastelschrank. Dafür ist aber auch der Dachboden voll mit Spielzeug, das ich erst einmal beiseite geräumt habe.

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