Kann man heute noch mit Kindern in den Zirkus gehen?

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Der Zirkus ist in der Stadt!

Wart ihr als Kind auch so gerne im Zirkus? Ich habe es geliebt! Zuhause wurde dann das Kinderzimmer zur Manege und unsere Eltern zu mancher Vorstellung eingeladen. Am meisten hatten es mir die Tierdressuren angetan. Die Artisten und Clowns machten die Zirkus-Magie komplett.

Zirkus mit Kindern besuchen?

Als wir neulich durch den Nachbarort fuhren, entdeckte die kleine Lady ein großes Plakat mit einem Clown darauf. „Mama, da ist ein Zirkus-Plakat! Da will ich hin!“, rief sie aufgeregt. Wir waren an Ostern mit den Mädchen in der Yakari-Pferdeshow, was schon sehr nah an eine Zirkusvorstellung ran kommt, doch in einem richtigen Zirkus waren wir mit ihnen bis dahin noch nicht. Am Abend erzählte die kleine Lady ihrem Papa von dem Plakat und auch die nächsten Tage ließ sie das Thema nicht los. So beschlossen wir am Wochenende eine Vorstellung zu besuchen. Und ich freute mich riesig darauf!

Tiere im Zirkus – Ein neues Bewusstsein für Tierrechte

Bei der Recherche wie viel Geld wir wohl für den Eintritt brauchen würden, stieß ich auf diverse News-Meldungen zu besagtem Zirkus. Er hatte Besuch von den Tierschützern. Klar, von sowas hört man inzwischen ständig. Aber ich las weiter. Einträge bei PETA, Stellungnahmen des Zirkusdirektors. Und irgendwie war meine Vorfreude auf die bunte Zirkuswelt meiner Kindheit auf einmal etwas getrübt.

Als Schulkind beschloss ich irgendwann nicht mehr auf dem Jahrmarkt auf Ponys zu reiten. Ich hatte in meinen Pferdezeitschriften gelesen wie viel Stress diese bei Kindern beliebte Attraktion für die Ponys bedeutete. Wie schlecht die Haltung dieser Kleinpferde oft war. Inzwischen verzichten viele Jahrmärkte bewusst auf diese Attraktion. Den Tieren zuliebe.

Die Stadt, in der die bunte Zirkuswelt zu Gast war, hatte den Auftritt von Wildtieren untersagt. Das bedeutete keine Kamele, nur Hunde, Pferde und Esel in der Manege. Ich erinnerte mich an Auftritte von Elefanten und wie in der Pause in den großen Zirkussen die Manege in einen riesigen Käfig umgebaut wurde für den Auftritt der Löwen und Tiger. Die Zeiten haben sich geändert. Dann eben Zirkus ohne Tiere?

Ist Zirkus ohne Tiere nur noch Varieté?

Ein kleines bisschen kann ich auch den Zirkusdirektor verstehen, der sagt, dass er in der achten Generation dieses Zelt aufstellt und ohne Tiere sei es kein Zirkus mehr, sondern nur noch Varieté. Ich habe meine Töchter während der Vorstellung beobachtet: ihre Augen haben geleuchtet. Ganz besonders bei den Tiernummern. Wie bei mir damals…
Aber kann man die Tradition über das Wohl der Tiere stellen? Und tut man sich als Zirkus damit einen Gefallen an dieser Tradition festzuhalten? Würden nicht wieder mehr Leute in den Zirkus gehen, wenn nicht dieser Beigeschmack wäre, dass es nicht gut ist sowas zu unterstützen, wenn es den Tieren dabei vielleicht nicht gut geht. Viel zu oft verschließt man die Augen, wenn es darum geht, dass es Tieren schlecht geht. Zu kleine Gehege im Zoo, Haltungsbedingungen von Schlachtvieh, oder eben von Zirkustieren.

So ganz wollte bei mir die Zirkus-Magie dieses Mal jedenfalls nicht überspringen. Ich atmete tief den Geruch der Manege ein und doch gingen mir die gelesenen Schlagzeilen nicht aus dem Kopf. Dann kam die erste Pferdenummer und eines der Tiere hatte eine riesige Verletzung am Hals, die mit Aluspray versorgt war. Auch bei den anderen Pferden stellte ich Bisswunden fest. Ein unangenehm flaues Gefühl machte sich in meinem Magen breit.

Zirkus-Magie früher und heute

Den Kindern hat es gefallen. Wir Großen fanden den Clown und den Feuerschlucker klasse. Aber während die Kinder in ihrem Kinderzimmer für ihre erste Zirkusvorstellung probten und die kleine Lady lautstark verkündete nun als Artistin zum Zirkus gehen zu wollen, stellte ich mir ein ums andere Mal die Frage ob man es heute noch mit seinem Gewissen vereinbaren kann mit seinen Kindern in den Zirkus zu gehen. In einen Zirkus mit Tieren. Was meint ihr?

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