No-Spend-Challenge und langfristige Ziele

No-Spend-Challenge, die zweite

Im Januar habe ich meine zweite No-Spend-Challenge hinter mich gebracht. Der Entzug auf Zeit funktioniert, doch inzwischen habe ich das Gefühl, dass es wie bei einer Diät auch hier einen Jojo-Effekt gibt. Sobald die 21 Tage der Challenge vorbei sind, schleichen sich im Nu alte Gewohnheiten wieder ein. Dazu kommt der  Broken-Windows-Effekt: ist das schlechte Gewissen erst einmal übergangen worden, kann man ja auch noch dies und das und jenes mitnehmen… Ein langfristiger Plan muss her!

Eine Welt voller Verlockungen

Letztes Jahr habe ich vor meiner ersten No-Spend-Challenge zunächst mein Kaufverhalten genauer unter die Lupe genommen. Was kaufe ich gerne? Und warum kaufe ich so gerne ein?

Sarah von Mamaskind hat sich ebenfalls ausführlich mit dem Thema beschäftigt und ich erkenne viele Parallelen. Wieder zu spät zum Mittagessen machen, also eben mal schnell essen gehen oder etwas bestellen. Das Kind ist krank, also wird der eine oder andere Film über Prime gekauft. Und dann die Dinge, die man schon lange mal erneuern wollte. Ein angeknackster Wäschekorb, eine Sitztruhe mit durchgebrochenem Boden, die kaputte Seifenschale… Ich möchte es doch nur wieder schön oder noch schöner haben.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Das Ziel der Challenge ist schlechte Gewohnheiten abzulegen und gute zu etablieren. Umdenken ist angesagt! Probleme erkennen und Lösungen finden.

Warum essen wir auswärts? Weil wir es in letzter Zeit meist nicht mehr schaffen unter der Woche abends den Wocheneinkauf zu erledigen. So ziehen wir samstags los und das meist kurz vor der Mittagszeit. Also gehen wir dann, wo wir schon mal unterwegs sind, essen oder bestellen etwas. Eine Alternative wäre es erst zu Hause Mittagessen zu machen und danach zum Einkaufen loszufahren. Oder es gibt nach dem Einkauf  nur belegte Brötchen und wir kochen abends. Oder der Prinz geht mit den Kindern Donnerstags einkaufen während ich beim Sport bin.

Wie kommt es zu so vielen Spontankäufen? Ich bin sicher Anwärterin auf den Titel der Shoppingqueen des Jahres beim Versandriesen mit dem schwarz-gelben Logo. Nur wenige Klicks und am nächsten Tag steht der Postbote vor der Tür. Auch um die Regale vom Kaffeeröster und die Deko- und Kleidungsabteilung in der Drogerie muss ich einen großen Bogen machen. Doch die Verlockungen sind überall! Newsletter abbestellen und Werbeprospekte aus dem Briefkasten direkt entsorgen ist der nächste Schritt. Mein Bauchgefühl in Sachen Must haves von Nice to haves unterscheiden funktioniert. Nur ignoriere ich es zu oft…
In Punkto Spontankäufe helfen nur konsequent verfolgte Regeln und Scheuklappen. Statt Spontankäufen kommt alles auf eine Liste und einmal im Monat wird diese mit dem Prinzen als Kontrollinstanz durchgegangen. Während meiner 21-Day-Challenge hatte sich so schon einiges erledigt bis ich wieder hätte einkaufen dürfen. Letztlich habe ich erst nach 25 Tagen wieder etwas gekauft. Sehr geholfen hat mir letzten Monat die Liste zum Abstreichen der Tage als Motivationshilfe und zur Selbstkontrolle. Ich bleibe dran am Thema!

21-Day-Challenge im Februar: Declutter my Home

Im Februar gehe ich das Ausmisten und los werden von Dingen, die wir nicht mehr brauchen, an. Mit meinem Kleiderschrank habe ich im Januar bereits angefangen und bin noch immer richtig happy mit meiner Capsule Wardrobe. Weniger ist mehr und so besinnen wir uns auf die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Aber wohin mit den Dingen, die wir nicht mehr haben wollen? Verkaufen, verschenken und entsorgen. Gehen wir es an!!!

7 Gedanken zu „No-Spend-Challenge und langfristige Ziele

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  3. @ Sarah: Wirklich fehlen tut mir nichts, aber die Verlockung ist dennoch groß. Ich war gestern im Einkaufszentrum um das bestellte Paket mit Kinderkleidung abzuholen. Ich hatte mir vorher extra eine Liste gemacht was wir noch brauchen. Ein weiterer Satz Unterhöschen und Socken für die kleine Lady, kurzärmlige Bodys für die kleine Maid, nach Augen-Makeup-Entferner für mich gucken und nach glitzerndem Tonkarton für die Geburtstagsbasteleien. Und dann stand ich da mit einem weiteren Outfit à la „Oh wie süüüüß“ und einem Pyjama für die kleine Maid. Ich habe tief durchgeatmet und beides zurück gehängt. Mensch, war ich stolz auf mich! Und bei den bestellten Sachen geht auch was, das nicht ganz so ist wie gedacht, wieder zurück. Tschakka! Dafür habe ich für 1,99 Euro weiße Pompoms für eine Osterhäschengirlande im Bastelladen mitgenommen. Stand nicht auf der Liste, aber lag schon im Onlinewarenkorb für die nächste Bestellung und im Bastelladen waren sie günstiger. *happy*

    @ Sari: Gerne! Wobei ich schon generell gut im Ausmisten bin. Die Frage ist vielmehr wohin mit dem Zeug, das eigentlich noch gut ist und vielleicht jemand anderen noch erfreuen könnte. Bei Büchern kann ich auch nur schwer widerstehen, vor allem da aktuell beide Kinder wieder sehr gerne Bücher ansehen und sich vorlesen lassen. Ich liiiiebe Bücher einfach. Aber wir gehen jetzt wieder öfter in die Bücherei. Das ist jedes Mal ein kleines Event für die Kinder. Und wenn dabei ein neues Lieblingsbuch entdeckt wird, kann man es immer noch kaufen.

    @ Mmchen: Wir haben auch einen „bitte keine Werbung“-Sticker am Briefkasten. Online meldet man sich ja meist nur zum Newsletter an, weil man irgendwelche Rabatte abstauben möchte. Danach melde ich mich auch direkt wieder ab. Ansonsten flattern mir halt Kataloge von diversen Versandhäusern für Kinderkram ins Haus oder vom Kaffeeröster. Die sind auch echt gefährlich. Selbst wenn ich nicht direkt etwas bestelle, sondern nur die Wunschzettel befülle. Aber die letzten Kataloge habe ich zwar durch geblättert (gänzlich widerstehen konnte ich dann doch nicht), sie danach aber entsorgt.

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  5. Ich habe schon vor einigen Jahren alle Newsletter abbestellt. Habe sogar alle Katalog-Lieferungen abbestellt. Leider finde ich trotzdem immer mal wieder welche im Briefkasten.
    Wenn man nicht aufpasst, kann das Online-Einkaufen zur Sucht werden. Es ist ja so einfach, wie du schon beschrieben hast. Zwei Klicks und du hast bestellt und freust dich auf das Paket. Das ging bei mir eine Weile so mit Bastelmaterial usw. Sicher, man kann wunderbare Karten, Päckchen und vieles mehr herstellen, die super aussehen. Jetzt reicht es aber, habe ich mir gesagt!
    Nun verschenke ich einen großen Teil und kaufe auch nichts mehr dazu.

  6. Also das mit dem Essen gehen und Bestellen, das passiert hier gar nicht. Auch sind wir zu greizig, um Filme bei den Streaming Diensten zu kaufen. Dann lieber alle paar Wochen mal in der Videothek nen Film für 1 Euro ausleihen. Aber ich glaube, wir ticken da eh etwas anders. Für mich ist inzwischen eigentlich nur fatal: Bücher und Sachen für die Kinder. Zu Hause kaum noch. Im Gegenteil, ich trenne mich mehr und mehr.

    Für Declutter gibt es zwei tolle Challenges im Internet. Ich suche sie dir bei Gelegenheit gerne mal raus.

  7. Tatsächlich: so viele Gemeinsamkeiten!
    Mir fehlt bisher nichts, komischerweise. Hätte gedacht, dass das schlimmer ist. Das zeigt doch eindeutig, dass ich alles habe, was ich mir wünsche. Daran sollte ich zukünftig denken!

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