Mein Leben als 24/7 Vollzeitmama

Entscheidung für ein Leben als Vollzeitmama

Auch wenn ich über dieses Thema hier bisher nicht ausführlich geschrieben habe, werden es sich viele sicher denken können: ich gehe derzeit nicht arbeiten, sondern bleibe als Vollzeitmama bei unseren Kindern zu Hause. Diese Entscheidung haben der Prinz und ich gemeinsam und bewusst getroffen, auch wenn die Umstände, wie es dazu kam besser hätten sein können.

Nach dem Abitur habe ich studiert und hatte das große Glück unmittelbar nach meinem Abschluss einen Job zu finden. Dass die Stelle befristet war, ließ sich nicht ändern und ich machte mir auch vorerst keine größeren Gedanken darum. Doch dann wurde geheiratet und ab dem Moment fragte mein Chef bei jeder Gelegenheit wie es denn mit der Familienplanung stehe. Meine damit aufkeimende Befürchtung letztlich nicht übernommen zu werden bestätigte sich schlussendlich. Trotzdem entschieden der Prinz und ich nicht länger aufs Kinderkriegen warten zu wollen. Vorerst musste ein Gehalt reichen.

Der Plan war drei Jahre zu Hause zu bleiben und dann ab dem Kindergartenstart der kleinen Lady weiter zu sehen. Wir wollten unser Kind nicht zu früh von Fremden betreuen lassen, selbst die frühkindliche Entwicklung begleiten und erleben. Auch der finanzielle Aspekt spielte eine Rolle. Ich hätte bis in den Nachmittag hinein mein Kind in der Krippe lassen müssen um nicht nur für die Bezahlung der Betreuung arbeiten zu gehen.

Mein Alltag als Vollzeitmama

Mein Tag mit Baby (knapp 9 Monate) und Kleinkind (knapp 4 Jahre) beginnt täglich zwischen 5:30 Uhr und 6 Uhr. Dann heißt es Kinder anziehen, das Kindergartenkind abliefern, Frühstück mit dem Baby, Haushalt und spielen mit dem Baby am Vormittag, dann Mittagessen machen und das Kindergartenkind wieder abholen. Am Nachmittag wird gespielt, oder es stehen Treffen mit Freunden der kleinen Lady und deren Müttern an, manchmal werden noch ein paar Sachen im Haushalt erledigt. Nach dem Abendessen wird dann erst die kleine Maid hingelegt, anschließend kommt die kleine Lady dazu, nachdem der Prinz sie bettfertig gemacht hat. Wir hören ein Hörspiel und meistens schlafe ich dabei ein, denn nicht selten fordert die kleine Maid noch die eine oder andere Nachtschicht von mir ein.

Es ist schön gebraucht zu werden. Es ist schön die Liebe der Kinder zu spüren und jeden ihrer Entwicklungsschritte mit zu erleben. Ich genieße es eine Vollzeitmama zu sein. Doch es gibt auch die Schattenseiten. Wenig Schlaf, noch weniger Freizeit (Zeit nur für mich tendiert ehrlich gesagt derzeit gegen Null, weshalb es auch hier im Blog aktuell ruhiger geworden ist) und Anerkennung bekommt man auch eher wenig, obwohl man sich gefühlt ständig am Rand des Möglichen befindet.

Den Tintenfisch kann ich schon, am Tausendfüßler arbeite ich noch

Genau so fühle ich mich manchmal! Den ganzen Tag am Rotieren und doch bleibt so viel, manchmal alles, liegen. Es gibt die Tage, an denen beide Kinder strahlen und ich den Haushalt, quasi nebenbei, auch noch gewuppt habe. An anderen Tagen hängen zwei heulende, schreiende Töchter an mir, ich möchte am liebsten mit heulen und der Prinz steht am Abend noch in der Küche um zumindest den Geschirrspüler laufen zu lassen. Doch darf man als nicht berufstätige, verheiratete Mutter überhaupt jammern? Was sollen da erst Alleinerziehende oder Mehrlingseltern sagen?

Was die Zukunft bringt…

…weiß ich noch nicht. Gehe ich wieder arbeiten? Bleibe ich zu Hause? Vor der Geburt unseres ersten Kindes stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall wieder arbeiten gehen möchte. Warum? Angst zu vereinsamen, zu versauern, weltfremd zu werden. Heute ist ein Leben als „nur“ Hausfrau und Mutter auch nicht mehr so alltäglich und angesehen wie noch in der Generation unserer Mütter. Dazu die hundertprozentige finanzielle Abhängigkeit vom Mann und seinem Job. Und was wird aus mir, wenn mich die Kinder eines Tages nicht mehr brauchen? Ich quasi in doppeltem Sinne „arbeitslos“ werde?

Aktuell bin ich froh das Thema noch eine Weile vor mir herschieben zu können. Die kleine Maid ist noch nicht mal ein Jahr alt und auch mit ihr möchte ich auf jeden Fall die ersten drei Jahre zu Hause bleiben. Danach sehen wir weiter. Aber eine kleine Nachricht an die Arbeitswelt da draußen möchte ich doch noch loswerden: Wenn ich wieder arbeiten möchte, dann gebt mir eine Chance ihr potentiellen künftigen Chefs. In Punkto Belastbarkeit und Flexibilität mir keiner was vormachen. Ich bin nicht nur Vollzeitmama, ich bin eine Familienmanagerin!

Freud und Leid im Familienbett – ein Erfahrungsbericht

Das Familienbett und wir: Wie alles begann…

Wenn es um das Thema Familienbett geht, höre ich mich oft sagen „Das war so nicht geplant. Wir sind da irgendwie reingerutscht“. Als informierte Eltern sollte das Baby Idealbedingungen bekommen. Wir liehen von Freunden ein Beibett für die erste Zeit, das wir an meine Bettseite montierten. Im Kinderzimmer stand außerdem ein mitwachsendes Gitterbettchen bereit. Das Baby soll das erste Jahr im Elternschlafzimmer schlafen, aber nicht im Bett der Eltern, so hieß es in Sachen plötzlicher Kindstod Prävention. Die kleine Lady hatte andere Pläne…

Im Krankenhaus schlief sie die ersten Tage auf mir liegend. Bei der U2, die noch in der Klinik absolviert wurde, ermahnte uns die Kinderärztin „Ich weiß, dass hier im Krankenhaus gerne von den Hebammen und Kinderkrankenschwestern das Baby zur Mutter ins Bett gesteckt wird. Das muss jetzt aufhören. Erziehung beginnt am ersten Tag!“ und wir Elternfrischlinge nickten pflichtbewusst. Zuhause angekommen sah unsere Tochter aber gar nicht ein, weshalb sie nun im Beibett schlafen sollte. Gerade angekommen in einer völlig neuen Umgebung und dann weg von Mama? Zwei Nächte lang rannten wir mit ihr durch die Wohnung, schuckelten sie in den Schlaf und kaum legten wir sie ab, war sie fünf Minuten später wieder wach.
„Ihr seht aber gar nicht glücklich aus?!?“, begrüßte uns meine Hebamme am dritten Tag und es war eine große Erlösung, als sie uns erlaubte die kleine Lady wieder mit in unserem Bett schlafen zu lassen. Sie brauche die Nähe einfach noch. Bei dem „noch“ ist es bis heute geblieben.

Familienbett 01

Unser sich wandelndes Familienbett

Das ausgeliehene Beibett wurde nur als nächtliche Wickelstation genutzt, denn selbst nah bei Mama war der kleinen Lady nicht nah genug. Sie brauchte Hautkontakt zum Schlafen und das lange, lange Zeit. Nach dem Beibett stellten wir ihr Gitterbett an unser Bett, doch auch dieses diente nur als Rausfallschutz. Inzwischen haben wir unsere 3x2m große Familienbett-Oase, in der wir zu viert schlafen.

Nicht nur unser Familienbett veränderte sich mit der Zeit, auch das Einschlafritual wechselt immer wieder nach Interesse. Über unsere liebsten Gute-Nacht-Geschichten schrieb ich hier schon einmal. Derzeit leitet die Spieluhr die Nachtruhe für die kleine Maid ein und dann erzähle ich ihr, was wir am Tag alles erlebt haben. Die kleine Lady hört derzeit am liebsten ein Hörspiel, wobei wir meistens beide (!) in Kürze einschlafen. *grins*

Das Familienbett in der Diskussion – Ängste und Prophezeihungen

In der ersten Zeit hagelte es von Familie und Freunden Kritik, wenn wir von unserer „Schlafsituation“ erzählten. Wie oft wurde ich gefragt, ob die kleine Lady denn immer noch bei uns im Bett schlafe und wie lange das denn noch so gehen solle. Das Kind lerne so nie alleine ein- und durch zu schlafen. Und ein Eheleben finde so sicher auch nicht mehr statt. Dazu kam meine eigene Angst wegen der Gefahr des plötzlichen Kindstods.

Bestätigung und Rückendeckung gab mir das Buch „Ich will bei euch schlafen!“ (Affiliate Link) der Krankenschwester und Stillberaterin Sibylle Lüpold. Ein so dickes Fell zu sagen „Wir machen das halt so!“, hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht und auch heute gehe ich in Sachen Kindererziehung oft reflexartig in Verteidigungsstellung. Inzwischen ist es um das Thema Familienbett bei uns ruhiger geworden, der eine oder andere lies sich sogar überzeugen.

Unsere Erfahrungen mit dem Familienbett: Vor- und Nachteile

Gleich vorweg: nicht für jede Familie ist das Familienbett das Richtige. Ich berichte hier nur von unseren Erfahrungen.

Vorteile des Familienbetts:

  • praktisch beim Stillen, denn Mutter und Kind können direkt weiterschlafen (geht auch beim Füttern mit der Flasche, wenn man sich alles mit einer Thermoskanne heißem Wasser ans Bett stellt)
  • kein nächtliches Aufstehen
  • Bedürfnis nach Geborgenheit wird gestillt (kuscheln, begleitetes Einschlafen, beruhigen bei Albträumen)
  • nächtliche Betreuung bei Krankheiten
  • keine Wärmedecke im Winter mehr nötig ;)

Nachteile des Familienbetts:

  • Kritik ertragen müssen, obwohl wir inzwischen wissen, dass so gut wie alle Kinder regelmäßig oder zumindest phasenweise das Elternbett aufsuchen
  • evtl. Platzproblem – trotz einer Liegewiese von inzwischen 3x2m verbringe ich die Nacht oft in der Besucherritze, oder wir liegen zu dritt auf meiner Matratze mit mir als „Mama-Sandwich“ in der Mitte, alternativ bin ich nachts öfter am Kinder umlagern
  • Geschwister oder der Partner werden evtl. geweckt – Das hatte sich bei uns schnell eingespielt, sowohl der Prinz als auch die kleine Lady werden selten durch die kleine Maid geweckt, zumal ich ja unmittelbar da bin um sie zu beruhigen
  • Angst vorm plötzlichen Kindstod – Das Risiko lässt sich in vielerlei Hinsicht minimieren. Wir nutzen für die kleine Maid einen Schlafsack und sie schläft am Rand neben mir damit die kleine Lady und der Prinz, beide eher unruhige Schläfer, nicht auf sie rollen. Meine Decke schlage ich so um mich, dass diese nicht auf sie rutschen kann. Wir schlafen bei eher kühlen Temperaturen und lüften vorher nochmal. Wir sind Nichtraucher und die kleine Maid wird gestillt.

Familienbett 02

Noch kein Ende fürs Familienbett in Sicht

Unsere Kinder sind jetzt 3,5 Jahre und 8 Monate alt. Noch ist kein Ende unserer Familienbett-Zeit in Sicht. Wir witzeln gerne, dass der erste Freund, den eine unserer Töchter mit nach Hause bringt erst eine Nacht im Familienbett überstehen muss bevor er allein mit unserer Tochter das Bett teilen darf.

Obwohl beide Kinder ein sehr unterschiedliches Schlafverhalten haben, scheinen beide das Familienbett zu genießen. Die Große wurde oft (teilweise alle halbe Stunde) wach zum Stillen, inzwischen schläft sie durch, die Kleine wacht dafür beinahe jede Nacht zwischen 2 und 3 Uhr auf und ist dann länger wach.
Feste Schlafzeiten pendelten sich beim zweiten Kind sehr viel schneller ein, wahrscheinlich auch durch den durchgetakteten Alltag der großen Schwester. Aktuell geht die kleine Maid um 19 Uhr ins Bett, die kleine Lady folgt gegen 20 Uhr und beide sind morgens um 6 Uhr wieder munter.

Für uns war und ist das Familienbett die einfachste und bequemste Variante um all unseren Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Kinder wollen nicht alleine schlafen, ich möchte nachts möglichst wenig aufstehen müssen. Der Prinz kennt es übrigens aus seiner Kindheit genauso und ja, er hat eines Tages entschieden jetzt im eigenen Bett im eigenen Zimmer schlafen zu wollen, genau wie seine jüngere Schwester.

Käme für euch das Familienbett in Frage, oder habt ihr gar eigene Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt und der Pro- und Contra-Liste noch etwas hinzuzufügen?

Königliche Audienz 2017 #02: Wellness-Wochenende

Wellness-Wochenende mit Familie und Kindern

Wir sind am Freitag ausgeflogen nach Bad Kissingen zum Wellness-Wochenende mit der Familie des Prinzen. Wellness mit Baby und Kleinkind im Gepäck klingt irgendwie unmöglich, oder? Es war dann auch eher ein Action- als ein Entspannungsurlaub, zumindest für mich, aber es war trotzdem sehr schön. Es gab zumindest jede Menge leckeres Essen, strahlende Kinderaugen beim Planschen in der Therme und beim Schlitten fahren und ja, ich war auch tatsächlich 10 Minuten ganz allein in der Hotel-Sauna und habe diese klitzekleine Auszeit sehr genossen.

Mami-Wellness heißt kleine Brötchen backen

Man wird genügsam als Mami mit zwei Kleinkindern im Urlaub. Ein ausgiebiges Frühstück, bei dem man die Hände frei hat, weil Oma und Opa in der Zwischenzeit das Baby durch die Gegend tragen oder füttern, löst schon wahre Zufriedenheitsstürme aus. Der entspannteste Moment in der Therme: der Prinz tobt mit der kleinen Lady im Kleinkindbereich und ich liege am Rand auf einer Liege mit der schlafenden kleinen Maid auf dem Bauch. Auf 2x2m Liegefläche wird es nachts besonders kuschelig, jetzt da wir unser großes Familienbett gewohnt sind, aber auch das genieße ich als Mama-Sandwich zwischen meinen beiden Zaubermäusen. Und dann besagter Saunagang, ganz für mich allein… Durchatmen, Akkus aufladen und dann weiter Kinder jonglieren. Vor Lauter Action kam ich nicht einmal dazu meine Kamera zu zücken. *snüff*

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Zumindest haben wir jetzt schon mal einen groben Überblick bekommen wie der Sommerurlaub mit den Mäusen werden könnte. Eins steht fest: das Auto wird voll bis unters Dach. Die kleine Maid ist bis dahin zwar schon wieder einige Monate älter, aber man braucht so viel mit zwei Kindern. Puh!
Heute ist erstmal Wäsche waschen angesagt. Und dann hoffe ich auf schönes Spaziergeh-Wetter, denn ich möchte meine neuen, kuscheligen Winterstiefel einweihen. Hachz…

Und wie war euer Wochenende?

Indianerzimmer mit Kletterbett voraus! #Werbung

Ein Kletterbett mit Schaukel und Rutsche bitte, lieber Weihnachtsmann!

„Ich wünsche mir ein Kletterbett zu Weihnachten!“, erzählte die kleine Lady jedem seit sie im Sommer ein solches gesehen hatte. Eigentlich wünschte sich die kleine Lady schon seit langem eine Schaukel und da unsere Wohnung mit abgehängten Decken und überbreiten Türrahmen jegliche Anbringungsmöglichkeit unmöglich macht, suchte ich nach einer Alternative und stieß so auf die TAU-Abenteuerbetten. Ein Bett mit Schaukel und Rutsche und vielen weiteren Erweiterungsmöglichkeiten (z.B. Kran, Kletterwand, usw.), wie genial ist das denn?

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Ein neues Bett und ein neues Zimmer für die kleine Squaw

Nachdem der Entschluss gefasst war mit der gesamten Verwandtschaft zusammen zu legen und der kleinen Lady diesen Herzenswunsch zu erfüllen, wurde hin und her überlegt wo man das Kletterbett hinstellen könnte. Letztlich hatte die kleine Lady selbst die zündende Idee Zimmer zu tauschen. Die kleine Maid sollte ihr Zimmer bekommen und sie das frei gewordene Büro des Prinzen beziehen. Und ein Indianerzimmer sollte es werden.

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Dekoqueen Mama tobt sich aus!

Die Farbkombi mint-apricot-grau schwebte mir schon länger vor. Relativ lange habe ich mich mit der Entscheidung für die Teppiche aufgehalten. Soviel Fläche wie möglich sollte bedeckt werden, damit die kleine Lady schön kuschlig sitzt beim Spielen. Unsere Wohnung ist nämlich komplett gefliest.
Dann entdeckte ich dazu passende Vorhänge. Und nach und nach kam einiges zusammen: die süßen Wimpel, der bärenstarke Spiegel, dem ich im Nachhinein noch eine Feder verpasst habe, eine Tipi-Lampe, große Stoffbeutel für die Plüschfreunde und natürlich Bilder.

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Selbstgemacht trifft selbst gekauft

An einem Nachmittag habe ich sechs Kissenhüllen genäht. An einem weiteren die passende Wimpelkette. Den süßen Traumfänger aus einem alten Hufeisen habe ich euch hier bereits im Detail gezeigt.

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Was lange währt…

Das Warten auf Weihnachten fiel mir dieses Jahr wirklich schwer, denn ich konnte die Reaktion der kleinen Lady kaum erwarten. Drei Monate zuvor hatten wir das Zimmer verschlossen, als es gestrichen wurde. Seitdem arbeiteten wir heimlich wie die Weihnachtswichtel daran. Unterm Baum lag dann ein Köfferchen mit Indianerzubehör und darin der Schlüssel fürs Indianerzimmer mit Kletterbett. Das Glänzen und Staunen in den Augen der kleinen Lady und wie sie sich jedes Detail genau betrachtete werde ich nie vergessen. Das war Weihnachtsmagie pur!

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Vielen Dank an Petra Schneider und ihre „Kindertraumwelt“, die uns nicht nur super beraten hat, sondern das TAU-Bett auch bis zum gewünschten Termin gelagert hat, damit wir in Ruhe das Zimmer vorbereiten konnten und flexibel blieben.

Und täglich grüßt der Weihnachtsmann…

Weihnachtsmann, Christkind und Nikolaus im Überfluss

Gestern lag wieder ein Zettel im Elternfach im Kindergarten: „Bitte am Samstag alle um 16 Uhr zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes kommen. Die Kinder singen und danach kommt der Weihnachtsmann!“. Und ich dachte nur: wie oft soll er denn noch kommen? Er und seine weihnachtlichen Gefährten?

Vier Nikoläuse, wer bietet mehr?

Am 6. Dezember stand morgens um 6 Uhr ein gut gefüllter Stiefel vor unserer Tür, der Teller mit Keksen und das Glas mit Milch waren geplündert. Kein Zweifel, der Nikolaus war da! Gegen 8:30 Uhr durfte die kleine Lady den netten Herrn mit dem dicken Sack sogar persönlich kennen lernen als er die kleinen Erdenbürger im Kindergarten besuchte. Am Nachmittag ging es zum Nikolausfeuer, denn auch hier sollte der Nikolaus vorbei schauen, war dann aber leider verhindert. Was soll’s beim Supermarkt um die Ecke kann ja auch noch ein gut gefüllter Pappstiefel abgeholt werden.

Weihnachtsmann oder Christkind? Beide und zwar immer wieder!

Dann steht die Kinderweihnachtsfeier des Vereins an und auch hier kommt am Ende ein rot-weiß gekleideter Herr mit Sack herein geschneit. Der Weihnachtsmann! Aha, aha. Was muss, das muss. Und am Samstag kommt er dann also nochmal zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Am letztes Kindergartentag soll dann auch noch das Christkind kommen. Wow! Und wer noch nicht genug von Hohoho & Co hat, geht in eines der großen Kaufhäuser, die inzwischen wie in Amerika Fotoshootings mit dem Weihnachtsmann anbieten.

Wie viel ist zu viel?

Wird es den Kindern nicht irgendwann zu viel? Fragt sich da keiner, warum an einem Tag vier mal der Nikolaus kommt und jedes Mal anders aussieht? Mal verlangt er nach einem Gedicht, mal rückt er direkt das Geschenk raus. Geht vor lauter Nikoläusen, Weihnachtsmännern und Christkindern nicht der Zauber, das Besondere, verloren? Wenn am 24. Weihnachtsmann und Christkind gemeinsam antanzen, weil einer alleine die ganzen Geschenke gar nicht tragen könnte, kann ich es ja verstehen, aber ist es nötig, dass vorab bei jeder Gelegenheit das Weihnachtstrio gezückt wird?

Die Kinder scheint es nicht zu stören. Je mehr Geschenke desto besser, aber letztlich wurden diese kaum angesehen. Im Schrank stehen drei angebissene Schokomänner und die Mandarinen erwachten zu neuem Leben bevor auch nur die erste geschält wurde. Das stimmt mich nachdenklich, euch auch?