Challenge: Vom Shopaholic zum Simplifyer

Shopaholic

Meine Sucht: ich bin ein Shopaholic

Ich heiße Maru und ich bin ein Shopaholic! Herzlich Willkommen zu meiner Selbsthilfegruppe „Vom Shopaholic zum Simplifyer“. Wie Rebecca Bloomwood, die Queen of Shopping in den „Shopaholic“-Romanen von Sophie Kinsella, kann auch ich kaum einem Schnäppchen widerstehen und liebe es einzukaufen. Über diese Neigung und meine Versuche sparsamer zu sein, berichtete ich bereits hier und hier. Ich muss gestehen, dass sich in der Zwischenzeit kaum etwas an dieser Neigung geändert hat. Zeit für eine gründliche Selbstanalyse!

Wofür gebe ich gerne Geld aus?

Die Dinge, für die ich Geld ausgebe, haben sich ein wenig gewandelt. Kaufte ich 2010 noch mit Vorliebe Manga und Japankitsch ein, gebe ich inzwischen in erster Linie Geld für die Kinder aus. Klamotten, Stoffe um Klamotten zu nähen, Spielsachen und so weiter wandern über die meist virtuelle Ladentheke. Wie verlockend einfach und schnell doch das Einkaufen via Handy ist. Ein Klick und schon klingelt der Postbote. Klingelt es an der Tür, flitzt die kleine Lady los und ruft „Mama, die Pooooost!!!“. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass ich zu viel bestelle…

Noch etwas macht das Einkaufen für meine Mädchen so gefährlich: Es ist ja nicht für mich! Dieser Gedanke hebelt erstmal jegliches schlechte Gewissen aus. Ich kaufe ja selbstlos für andere ein.

Warum kaufe ich eigentlich so gerne ein?

Es ist die Freude an schönen Dingen, die mein Herz springen lässt. Die Vorfreude auf die Lieferung der bestellten Waren. Die Freude in den Augen der Kinder (hoffentlich). Doch so manches Mal beiße ich mir auch in den Hintern und denke „Musste das jetzt sein? Haben wir nicht ohnehin schon viel zu viel Krempel?“. Mit dieser Reue kommt die Verwandlung vom Shopaholic zum Simplifyer.

Weniger ist mehr. Merk es dir endlich!

So gut und gerne ich auch einkaufe, so gut und gerne miste ich auch aus. Welch Ironie… Ich würde gerne ein viel minimalistischeres Leben führen. Es würde mir damit auch bestimmt besser gehen. Es fühlt sich doch so herrlich befreiend an, wenn man eine große Kiste an Zeug raus schafft, weiter verkauft, verschenkt oder entsorgt.  Auf einmal hat man wieder Platz, alles wird übersichtlicher, man hat das Gefühl freier atmen zu können. Besser wäre es natürlich gar nicht erst so viel anzuschaffen. Hachz…

All you need is less! Alles was du brauchst ist weniger! Merk es dir endlich, MARU!!! Genieße die Dinge die du hast, befreie dich von dem Ballast, den du nicht mehr brauchst und lass nur noch neue Dinge in dein Leben, die du wirklich, wirklich brauchst. (Leise Stimme: definiere „wirklich brauchen“ >-<)

Mein Weg vom Shopaholic zum Simplifyer

  1. 21-Tage braucht es angeblich bis sich eine neue Gewohnheit gefestigt hat. So lange werde ich mich zusammen reißen und Neuanschaffungen jeglicher Art dem Prinzen überlassen. Der hasst einkaufen nämlich und wird es nur tun, wenn es unbedingt sein muss.
  2. In der Zwischenzeit werde ich unser Nest auf den Kopf stellen und ausmisten. Alles was mein Herz nicht erfreut, oder dringend gebraucht wird, fliegt raus, wird verkauft, verschenkt oder entsorgt.
  3. Alle Dinge, die ich schon längst einmal benutzen wollte, werden notiert und systematisch „abgearbeitet“ und intensiv genossen.

Tschakka! Wer hat Lust mitzumachen? Wir starten morgen. Ich muss nur noch eben schnell eine Bestellung abschicken. *hust, hust, hust* ^^;

6 Gedanken zu „Challenge: Vom Shopaholic zum Simplifyer

  1. @ Mmchen: Enkel reichen ja anscheinend als „Alibi“ auch aus. *happy*

    @ Sari: Bei uns kostet es nichts, muss aber telefonisch angemeldet werden und dann bekommt man einen Termin.

    @ Suzu: Schlimm, oder? Man kann quasi vom Bett aus shoppen!!! *arg*

  2. Oh ja das spontane Einkaufen, weil man teils aus Langeweile am Handy ist. Schwupps ist etwas bestellt, dabei hat man gar nicht richtig nachgedacht, ob das jetzt eine sinnvolle Entscheidung war. Kenn ich!

  3. Ach Maru, deinen Eintrag hätte ich auch genau so schreiben können. Ich stecke auch in dieser „Haut“, nur dass ich keine kleinen Kinder mehr als Alibi habe. *schnief*
    Wie Sari schon schrieb, sind es dann auch die Omas, die dafür sorgen, dass der frei gewordene Raum, schnell wieder gefüllt wird. Ich muß mich sooo zusammen reißen, denn es gibt so viele süße Sachen für die Kleinen. Ich bin ehrlich gesagt schon wieder am Ausmisten, wobei die aussortierten Sachen eher in die Altkleidersammlung wandern.
    Da ich gesundheitlich nicht mehr ganz so fit bin, habe ich schon seit einigen Jahren das Internet als Shop für mich entdeckt. Es ist einfach viel bequemer einzukaufen.

  4. @ Sari: Ich habe hingegen langsam schon die Befürchtung, dass wir vom Sperrmüll eine Sperre bekommen, weil wir ihn zu oft rufen. *blush* Inzwischen werde ich aber auch immer wieder einiges über Kleinanzeigen los und freue mich dann wie ein Honigkuchenpferd, wenn es noch ein wenig Geld dafür gibt. Verschenken gefällt mir aber nach wie vor am Besten, wenn der andere etwas wirklich gut gebrauchen kann.

  5. Ich hab ja schon einiges aussortiert. Leerer sieht es aber dadurch nicht bei uns aus. DAs Problem ist nämlich der Akt des Entsorgens. Vieles ist zum Einfachen Wegschmeissen einfach noch zu schade oder einfach zu groß und muss dann zum Sperrmüll und das schaffe ich alleine nicht. Also türmt es sich überall in den Ecken und wartet darauf weg zu kommen. Auch braucht man für’s Verkaufen ja auch Zeit.
    Immerhin ist der Inhalt des Minihelden – Zimmers und meines KLeiderschrankes geschrumpft. Wobei der sich schon wieder wie durch Zauberhand gefüllt hat… hmm…

    Ich bin eigentlich gar nicht die jenige, die immer wieder Sachen für die Kinder kauft. Jedes Mal, wenn eine Oma um die Ecke kommt, bringt sie neue Autos, Bücher oder sonst was mit… plus Kerzenhalter für mich, die ich nie nutze und und und…

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