Archiv für den 11. Mai 2012

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Freitag, 11. Mai 2012

… wie immer viel zu viel Wäsche, aber man weiß ja nie welches Wetter ist und ob man sich vollkleckert.

Fotoapparat, Laptop und Handy (alles Geräte, die bei mir dauerhaft gefährdet sind, da ich so ladefaul bin).

… eine grooooße Luftmatratze und versuche auch an die Luftpumpe zu denken. Dazu mein Bettzeug mit der neuen apfelgrünen Bettwäsche. *LoVELY*

Geschenke, Geschenke, Geschenke (für die werten Gastgeber) und alles, was diese letztes Mal bei uns vergessen haben.

… das halbe Bad: Zahnputzzeug, Duschzeug, Haarbürste und mein glitzer-glamour Prinzessinen-Schminkköfferchen.

… ein bisschen Sonnenschein und Wärme, denn hier fühlt es sich grade richtig sommerlich an.

den Prinzen, einer muss ja fahren. *hüstel*

Habe ich was vergessen? Wie dem auch sei, bald geht es wieder loooos und ich freue mich. Wann, warum, wieso und vor allem wohin, berichte ich die Tage mal. *grins*

Abgelichtet: Nippon Connection

Freitag, 11. Mai 2012

Letzten Sonntag waren wir auf der “Nippon Connection”, dem alljährlichen japanischen Filmfestival in Frankfurt und da einige von euch gejammert hätten, dass solche tollen Events nie bei ihnen in der Nähe stattfinden, nehme ich heute einfach mal mit auf eine kleine Fototour.

12:00h, warten auf den ersten Film “Fukushima Hula Girls”. Vor uns haben wir jemanden entdeckt, der ein Handy mit Hasenohren (!) hat. Leider kam das auf dem Foto nicht wirklich raus. Dafür zeige ich euch das wunderbare diesjährige Logo der Convention, mit dem wir hier alle Willkommen geheißen werden.
Der Film, eine Doku über die japanischen Hulatänzerinnen eines Hawaiian Spa nur wenige Kilometer von Fukushimas Atomkraftwerk war rührend und drückte dennoch nicht zu sehr auf die Tränendrüse, sondern machte auch Hoffnung. Es war sehr interessant diese Einblicke aus einer ganz anderen Perspektive zu bekommen und es ist wirklich bewundernswert mich welchem endlosen Eifer sich alle am Wiederaufbau beteiligt haben, jeder auf seine Art. Erstaunt war ich aber auch wie viele Gäste sich zur Wiedereröffnung des Spa eingefunden haben. Immerhin sollte solch ein Spa ein Ort der Erholung sein und das passt für mich nicht mit dem morgendlichen Messen der Strahlenwerte zusammen. Respekt vor diesem Zusammenhalt!

Zum Film süffelten wir “Ramune”, die einizige Limonade, die sich damit rühmt sieben verschiedene Zuckerarten zu beinhalten. Say hello to Diabetes! *hüstel* Obwohl ich mittlerweile den einen oder anderen Asiamarkt ausfindig gemacht habe, der das Zuckerwasser anbietet, trinke ich es traditionell nur zur alljährlichen “Nippon Connection”. Der ganz große Spaßfaktor besteht übrigens im Verschluss der Flaschen, denn man schießt eine Glaskugel (etwa so groß wie eine Murmel) mit einem Plastikkorken in die Flasche und in der Flasche befinden sich zwei Beulen, die die Kugel dann halten, so dass man trinken kann. Immer wieder ein riesiger Spaß und eine sehr klebrige Angelegenheit, wegen der Kohlensäure, die das Gesöff beim Öffnen fast immer überschäumen lässt.

Tjaja, das waren noch Zeiten als dieser Koi angemalt wurde. Damals waren wir noch alle brave ordentliche Studierende und haben als freiwillige Helfer die Räumlichkeiten des Festivals von Jahr zu Jahr etwas pinker gestaltet. Meist fanden die Vorbereitungen über die Osterfeiertage statt und zur Belohnung gab es das Nippon Connection Shirt des Jahres, liebevoll belegte Brötchen und kostenlosen Eintritt in alle noch nicht ausverkauften Filme. Heidiwitzka!

Daifuku & Co: Japanische Süßigkeiten… Ich hatte eins von den Spießchen mittig ganz oben im Bild. Mitarashi Dango (dango = Klößchen) sind Kugeln aus süßem Klebreis mit süßer Sojasoße bestrichen. Die Soße erinnert etwas an den Geschmack von Malzbier. Ansonsten hätten wir das Pfannkuchen gefüllt mit süßer, roter Bohnenpaste und die rosa Teilchen sind Daifuku, süßer Klebreis gefüllt mit süßer, roter Bohnenpasta. Ich mag das Zeug alles und könnte es rauf und runter futtern, aber es gibt ja auch noch die herzhaften Köstlichkeiten…

… wie zum Beispiel Yakitori, Geflügelspießchen mit einer irre leckeren Soße. Die habe ich dieses Mal allerdings nicht gesnackt, was aber nur daran lag, dass ich mich bereits an Takoyaki (Tintenfisch-Teigbällchen), Gyoza (so ähnlich wie Maultaschen) und einem Lachs-Onigiri (Reisbällchen) gütlich getan hatte.

Total begeistert haben mich die Lampions in rosa, pink und weiß und in verschiedenen Größen. Die hätte ich am liebsten gleich eingepackt. Das wäre zumindest eine Entschädigung dafür gewesen, dass die Verkaufsstände immer weniger werden. Nur noch zwei Stände gab es am Sonntag, einen mit Nippon Connection Merchandise und DVDs, einen mit Büchern und etwas Nippes. Leider gaaar nix interessantes für mich dabei und dabei hatte ich so gehofft neues Briefpapier zu finden, oder zumindest das eine oder andere nette Souvenir. Aber niente… Dafür haben wir mehr gegessen und unseren ersten Bubble Tea getrunken.

Ein niedlicher Stand, oder? Ich wollte das ja schon länger mal probieren, habe mich aber bisher nicht getraut, weil die Meinungen darüber doch sehr auseinander gingen. Wir haben uns für die Kombi Passionsfrucht-Tee mit Mango-Bubbles entschieden und es war echt lecker und hat gar nicht mal so künstlich geschmeckt.

Ich hatte einen riesigen Spaß dabei die Kugeln in meinem Mund platzen zu lassen und im Null-Komma-Nix war der Becher leer. Die Kugeln hatten unterschiedliche Größen und so manch eine klemmte erst Mal am Strohhalm fest um dann mit einem Mordschacho in den Hals zu sausen. Autsch! Aber ich konnte es nicht lassen bis auch die letzte Kugeln weg war.
Nach diesem berauschenden Erlebnis ging es um 17:00h in unseren zweiten Film “Love Strikes!”. Herrlich! Der Film war zwar etwas anders als erwartet, aber sehr lustig und ich bin froh, dass wir dieses Jahr nur wirklich sehenswerte Filme, die unserem Geschmack entsprochen haben, erwischt haben. Nun denn, dann also bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt pink, pinker, Nippon Connection!!!