Hier bloggt Prinzessin Maru. Hadden in meinem kleinen Gute-Laune-Königreich!
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Archiv für den 23. September 2011

Gegenpole

Freitag, 23. September 2011

So oft ich auch in Grübeleien verfalle um mich selbst zu verstehen und irgendwie einzuordnen, komme ich zu dem selben Schluss: in mir gibt es zwei rivalisierende Seiten. Die eine Seite ist die Sammlerin, die sich von nichts trennen kann, weil man es ja noch mal für irgendwas brauchen könnte und dann ist da die Ordnungsfanatikerin, die in jedem Chaos eine Herausforderung zur Reorganisation wittert.

Die Sammlerin in mir kann nicht genug bekommen von all diesen kleinen Kitschsachen. Wie der Prinz es so wunderbar formulierte: “Du bist nicht konsum- oder verschwendungssüchtig, du verliebst dich einfach nur viel zu schnell” und wenn das passiert ist, lässt es mir keine Ruhe bis ich den Gegenstand der Begierde besitze.
Man kann auch nicht sagen, dass ich die Sachen kaufe, dann neue Sachen kaufe und die alten auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden. Alle lieb gewonnen Sachen erleben bei mir früher oder später ihre Renaissance, werden wieder entdeckt, aufpoliert, neu kombiniert…
Deshalb fällt es mir ja so unsagbar schwer mich von lieb gewonnen Dingen zu trennen, auch wenn ich sie schon ewig nicht mehr brauche. Man weiß ja nie, ob nicht eines Tages wieder die Stunde gekommen ist, in der ich genau das brauche.

Die Ordnungsfanatikerin in mir hat sich hingegen die Parole “Simplify your life” nach Küstenmacher auf die Fahne geschrieben, eine drastische  Gegenbewegung zur Sammleritis. Dies zieht wiederum mehr oder minder regelmäßige Ausmist- und Vereinfachungskuren nach sich. Es ist so schwer sich von irgendwas zu trennen wie befreiend, wenn man den ganzen Plunder dann endlich los ist. Ich habe es schon zu Schulzeiten in Mathe immer Geliebt zu “Kürzen”, wenn die Zahlen immer kleiner und übersichtlicher wurden. Man hat das Gefühl Kontrolle über sich und sein Leben zu haben.
Eine zeitlang schaffe ich es nach solchen Gewaltaktionen auch meinen inneren Shopaholic ganz gut unter Kontrolle zu halten à la “Brauchst du das wirklich? Wo genau würdest du es benutzen oder hinstellen? Ist es die Geldausgabe wirklich wert?”- Dann bemühe ich mich ernsthaft darum “wertigere” Sachen, die auch lange halten zu erstehen statt irgendwelchem Plunder.
Leider wird diese wunderbare innere Stimme in Zeiten von Stress, Angst, Traurigkeit und wie sie alle heißen diese negativen Gefühle, immer leiser und immer lauter wird die Stimme der Selbstbelohnung “Gönn dir war. Du machst zur Zeit so viel durch. Du hast es dir verdient!”.

Keine dieser beiden Seiten in mir möchte ich missen, denn sie machen mich chaotische Prinzessin aus. Ich würde mir nur wünschen, dass die Vernunft etwas öfter siegt und das Chaos schwindet und ich gezielter agiere. Das gilt übrigens nicht nur für Anschaffungen wie Klamotten und Dekokrams, sondern auch für die Organisation meines Terminkalenders. Wie schaffe ich es nur immer im Null-Komma-Nix meine gesamte Zeit zu verplanen und doch bleibt so vieles und bleiben so viele auf der Strecke? Das glückliche Los viele Freunde und viele Hobbies zu haben, schätze ich. Dafür suche ich jedenfalls noch nach einer Lösung…