Archiv für den 13. Juli 2010
Highlights der Woche [#27] *Kreta-Special*
Dienstag, 13. Juli 2010Ich staune immer wieder wie schnell so ein Urlaub rum ist, auf den man sich doch sooo lange schon gefreut hat. Hach, aber ich kann mich nicht beschweren. Wir haben superviel erlebt und gesehen und die eine Woche maximal ausgenutzt, um die Insel zu erkunden, die kretische Küche zu genießen und um die Seele baumeln zu lassen.
Für alle, die sich nicht durch meinen langen, aber sehr aufschlussreichen Reisebericht kämpfen wollen, kommt gaaaaanz am Ende eine Kurzzusammenfassung. Lest gefälligst alles, wenn ich mir schon die Mühe mache das alles zu schreiben! Hab mich auch kurz gefasst, haben nur sehr viel gemacht…



[1. Tag] Kreta, wir kommen!!!
Um 1h war unsere Nacht zuende und es ging Richtung Flughafen. Nach einem äußerst zügigen Check-in ging es zu Starbucks, wo ich mit einem White Moccha und einem Nougatmuffin Energie für den Flug getankt habe. Die Zeit bis zum Start verging sehr flott und kurz nach dem Start bin ich eingedöst und erst kurz vor der Landung wieder aufgewacht. Der erste Eindruck von Kreta beim Aussteigen aus dem Flugzeug auf dem Flughafen von Heraklion: Es riecht nach Meer! Hmmm…
Noch glücklicher war ich, als unsere Koffer alle auf dem Gepäckband anrollten. Ich habe immer etwas Panik, dass ein Koffer irgendwo vergessen oder verloren geht, aber alles gut soweit. Mit einem klimatisierten Nobel-Reisebus ging es dann in einer knapp 1-stündigen Fahrt am Meer entlang zu unserem Hotel in einem Vorort von Rethymnon. Zweiter Eindruck von Kreta: Die Insel muss zu mindest 99% aus Steinen bestehen. Insofern sind die Griechen steinreich… Und ich machte Bekanntschaft mit der sonnigen Fahrweise der Kreter. Ein Auto ohne Hupe ist dort wohl als Totalschaden zu betrachten und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nur nett gemeinte Empfehlungen für Nicht-Inselkundige. *lach*
In unserem Hotel mit dem wohlkilngenden Namen “Ekavi Beach” wurden wir von der sehr netten Dame an der Rezeption in beinahe akzentfreiem Deutsch begrüßt, da sie ihre Kindheit in Deutschland verbracht hat. Nach einer kurzen Erklärung über die Hotelanlage ging es dann in unsere Zimmer. Diese waren wiederum recht einfach (ich würde sagen Klassenfahrt-Stil), aber da wir ohnehin nur zum Schlafen in die Zimmer gehen würden, war mir das erst mal egal. Die Hotelanlage war wunderschön und unsere Zimmer direkt am Pool mit Meerblick. Über ein paar Treppenstufen ging´s dann direkt ins Meer. Das Wasser war herrlich und so holten wir uns bereits hier die erste Stufe Sonnenbrand (= rote Haut, tut aber noch nix weh). Zum Abendessen gab es eine schöne kretische Vorspeisenplatte und dann etwas unspektakulär Schnitzel mit Pommes und zum Nachtisch Orangen.
Gesättigt und zufrieden wollten wir dann nach einer erfrischenden Dusche ins Bettchen und hier begann die Unbequemlichkeit… Die Betten waren leider “nicht mehr die neuesten” und so blieb ich immer wieder mit den Rippen an den Bettfedern der Matratze hängen. *autschi* Dazu fielen Mücken über uns her. Irgendwann ist der Prinz dann auf die Blutsauger-Jagd gegangen und wir haben die Matratze umgedreht und mit einer Wolldecke bestückt für etwas mehr Komfort gesorgt. So ging´s.



[2. Tag] Über 440 Stufen musst du gehn…
Bereits früh am Morgen wurde unser Mietwagen ans Hotel gebracht: ein knallroter Jeep. Jeahi! Damit ging es dann direkt nach dem Frühstück (der Kaffee war sooo lecker!) zum Kloster Preveli und dem dazugehörigen Strand, den man in etwa 30 Gehminuten über 440 Stufen in der prallen Sonne den Berg runter erreichen kann. Der Strand, in den auch ein grüner Süßwasserfluss fließt, der wiederum von einem wildromantischen Palmenhain gesäumt ist, war wirklich traumhaft. Beim Auf- und Abstieg wäre ich allerdings fast gestorben. Uffz! Beim Abstieg hatte ich mit zu niedrigem Blutdruck und der Sonne zu kämpfen, beim Aufstieg bin ich geradezu gerannt, weil ich dachte, dass ich bei der kleinsten Pause umfalle und dann hätte der Prinz mich hoch tragen müssen. *drop*
Mein Highlight des Tages war aber eine längere Wanderung durch den Palmenhain am Fluss entlang. Abgesehen von ein paar Überbleibseln früherer Hippie-Camps hatte man wirklich das Gefühl durch ein Stückchen beinahe unberührter Natur zu wandeln. Der Prinz hat dann mal wieder den Biologen raushängen lassen und neben ein paar feuerroten Libellen auch eine Süßwasserkrabbe entdeckt, die von seinen Annäherungsversuchen aber alles andere als begeistert war und ihn mit ihren kleinen Scheren bedroht hat.



[Tag 3] Abenteuer in den “Caves” und der kretischen Geschichte
Nach einem nicht enden wollenden Fußmarsch vom Hotel zum anderen Ende des Strandes von Skaletta haben wir eine Bootstour durch Tropfsteinhöhlen im Meer gemacht. Das war wirklich faszinierend welche Farben die Felsen und das Wasser teilweise haben und welche seltsamen Formationen sich da teilweise ergeben. Schon sehr geheimnisvoll und spannend.
Nach einem kleinen Mittagessen ging´s dann weiter ins Kloster Arkadi, in dem sich zahlreiche Frauen und Kinder im Kampf gegen einfallende Türken in die Luft sprengten. Die Klosteranlage hat mich vor allem aufgrund ihres Gärtchens begeistert, in dem die duftigsten Rosen standen, an denen ich je gerochen habe. Ein Atemzug und man befindet sich nahe der Ohnmacht. Unglaublich…
Den Schrank voller Totenschädel fand ich wiederum etwas zu viel des Guten.



[Tag 4] Ausgeträumt
Mittwoch war unser Ruhetag und wir sind am Hotel geblieben, um das Meer und den Pool zu genießen, zu lesen und das bisher erlebte zu verarbeiten. An diesem Tag wurden auch die Postkarten abgechickt, aber mir wurde direkt gesagt, dass es laaaaange dauern kann bis sie ankommen, weil die Post auf Kreta des öfteren streikt oder keine Lust hat?!?
Am Abend haben wir natürlich in einer deutschen Bar das Spiel unserer Jungs gegen Spanien verfolgt. Es war natürlich ein sehr trauriges Spiel, weniger wegen der Niederlage, sondern einfach weil die Mannschaft so arg ängstlich war und nicht wirklich in Fahrt kam. Ich bin aber trotzdem stolz auf unsere Mannschaft und finde, dass sie sehr viel weiter gekommen sind, als die meisten für möglich gehalten hätten.



[Tag 5] Südseefeeling und Sonnebrand
Heute ging es direkt nach dem Frühstück los, den wir hatten eine lange Tour vor uns an den westlichsten Strand der Insel nach Elafonisi. Es war erst Mal ziemlich windig, aber nach dem Mittagessen (griechischer Salat auf Sandwich) haben der Prinz und ich eine Wanderung über die Halbsinsel unternommen und da war es wirklich angenehm. Türkisblaues Wasser und der rosa Sand, für den der Strand bekannt ist, erwarteten uns. Und natürlich hat Roman auch hier wieder das Tierreich aufgewühlt und eine kleine Schlammkrabbe betüddelt. Ich hatte wiederum das Vergnügen mit einem winzig kleinen Salamander.
Nach zwei Stunden über scharfkantige schwarze Felsen und brennend heißen Sand kamen wir wieder an unseren Liegen an und mussten feststellen, dass wir trotz Handtüchern gut “Farbe” bekommen hatten. Autschi! Sonnenbrand vom Feinsten und dabei hatten wir es so lange weitestgehend vermeiden können… Aber die Strandwanderung war es wirklich wert!



[Tag 6] Shopping à la Chania
Nachdem wir von unserer familiären Reiseleitung gefragt worden waren, was wir denn noch gerne machen wollen, kam von mir natürlich sofort die Forderung nach einer Souvenirjagd. Zu diesem Zweck ging es dann in das Hafenstädtchen Chania. Der Prinz tat mir echt leid sich da mit unserem Jeep zur Hauptverkehrzeit durch wurschteln zu müssen. Rote Ampeln sind da nur Deko, den Verkehr regeln tun jedenfalls eher die Hupen.
Wirklich viel gefunden haben wir an den zahlreichen Lädchen allerdings nicht. Es gab eher den typischen Touristenkram, den man in jedem Land findet, nur halt mit jeweils anderer Beschriftung. Gegen Ende bin ich dann aber doch noch fündig geworden und habe mir in einer kleinen D&G-Boutique ein traumhaftes Kleidchen gekauft. Ansonsten haben wir uns die Zeit mit einem wirklich unglaublich leckeren Eis (Mango & Wassermelone) vertrieben und waren in der Markhalle, in der einem alle paar Schritte neue Gerüche in die Nase krabbeln: Oliven, Käse, Fisch, Fleisch, Seife, Gewürze…



[Tag 7] Noch Platz für 9 weitere Kaninchen?
An unserem letzten Tag vor der Abreise haben wir Bekannte von Romans Familie besucht, die uns königlich bewirtet haben mit kretischen Backspezialitäten und zuckersüßer Wassermelone. Yummy! Gut gestärkt ging es dann weiter in einen “Fun-Park”, zu dessen Attraktionen neben einem Autoscooter für Kinder auch eine Minigolfanlage und ein Streichelzoo mit zahlreichen Tierbabies (Kätzchen, Welpen, Kaninchen und sogar ein Zwergkänguruh) gehörten. Mithilfe von Spenden der Besucher werden die streunenden Tiere der Umgebung gefüttert und tierärztlich versorgt. Ich hatte zwar trotzdem etwas Bedenken, aber die Tierchen waren einfach zu süß. Die Kaninos hätte ich am liebsten allesamt adoptiert, die Schwester vom Prinzen hätte wiederum am liebsten einen der Welpen mitgenommen. Bei Tieren wird die Maru wieder zum Kind… Jaja…
Am Abend haben wir dann einmal mehr (dieses Mal mit griechischem Sender) unsere Jungs angefeuert und ich fand das war ein schönes Spiel um Platz 3 mit einem verdienten Sieg für Deutschland. Jeahi!



[Tag 8] Coming home…
Nach einer trotz Mückenspray pieksreichen Nacht (ich sach dir, die sind immun!!!) machten wir uns um 6h (hierzulande wäre das 5h, da Kreta eine Stunde voraus ist) auf die Rückreise. Auf dem Flug haben wir dann erfahren, dass es in Deutschland die letzte Woche anscheinend sogar noch heißer als auf Kreta war. *staun* Jedenfalls haben wir in Frankfurt nicht sofort einen Kälteschock erlitten.
Zusammenfassung
Wetter – sonnig bis Sonnenbrand
Essen – 1 mit Sternchen (Favorit: Kartoffeln in Olivenöl mit Meersalz)
Hotel – einfach, aber supernettes Personal und Zimmer direkt am Pool mit Meerblick
Ausflüge – abwechslungsreiche Daueraction ( 2 Klöster, verschiedene Strände, Tropfsteinhöhlen-Bootstour, Shopping in Chania, Fun-Park)
TOP – Essen, Meer
FLOP – WM vorbei, Stechmücken, Sonnenbrand
Liebe Grüße an Gerli & Co, mit denen es ein wirklich schöner, unkomplizierter Familienurlaub war und an die Leute vom Ekavi Beach, die uns immer mit einem Lächeln empfangen haben.


















