Archiv für den Monat Juli 2009
Große Fische, kleine Fische
Montag, 06. Juli 2009
Sonntag, 13 Uhr und 10 wackere Helden und Heldinnen finden sich in einem kleinen Sushilokal am Frankfurter Südbahnhof ein. Meine Mutti und ich waren mit besonders harten Geschützen bewaffnet: mit zwei riesigen Kühlboxen und jeder Menge Sushi-Roll-Vorerfahrung.
Nachdem alle Teilnehmer des “Sushi-(Koch)Kurses” (gekocht wird im Vorfeld ja nur der Reis) mit Brettchen, superscharfem Messer (made in Japan), zwei Schüsselchen (einem für kaltes Wasser für die Hände und einem für Sojasoße zum Naschen) und einer Bambusmatte zum Maki rollen ausgestattet waren, ging es auch gleich zur Sache. Mit ein paar Kappa-Maki (mit Gürkchen) durften wir uns “warm rollen”. Dann ging es dem Fisch (Lachs) an die Flossen und auch er wurde meisterlich zu Reis-Fisch-Nori-Röllchen (Nori = Seetang) verarbeitet.
Und dann wurde es wirklich interessant: “So, jetzt machen wie Inside-Outs. HUI! Für nicht-Sushi-Experten: Sushireis klebt ganz extrem an den Fingern und an allem anderen auch, weshalb man ständig die Hände nass machen muss, damit nix kleben bleibt. Und Inside-Out sind Rollen die außen (!) Reis und innen Füllung haben. Diese leckeren Teilchen herzustellen war wirklich eine Kunst für sich. Die Matte musste nass sein, damit der Reis nicht kleben bleibt, die Füllung durfte nicht zu dick sein, damit sich alles noch rollen lässt und beim Schneiden sollte möglichst alles schön in Form bleiben. Und am Ende nimmt das edle Röllchen noch ein Bad in feinstem Kaviar. UIUIUI! Und sie sind was geworden!!!
Mit ein paar California-Rolls ging es weiter, bis wir dann die Zubereitung von Sushireis erklärt bekamen um anschließend zur wahren Meisterklasse des Sushi über zu gehen: den Nigiri! Wow! Wir haben wirklich einiges gelernt und einiges an Sushi gefuttert (nur um uns zu stärken zwischendurch, die Jungs wollten ja abends auch noch was von unserer Beute abhaben ^^). Trotz meiner schon langjährigen Maki-Roll-Erfahrung habe ich bei diesem Kurs wirklich einiges gelernt und was waren wir stolz auf unsere Inside-Outs und die Nigiri.
Unsere Kühlboxen wurden am Ende doch nicht ganz voll, weil wir so viel genascht haben und so langsam bei der Zubereitung waren. *kicher* Aber den Jungs hat´s geschmeckt und für ein Abendessen auf dem Balkon hat es allemal noch gereicht. Itadakimasu!!!
Der Kunde ist König!
Mittwoch, 01. Juli 2009Wer hat diesen Spruch nur erfunden und wer hält sich da heute noch dran? Cola oder Pepsi, Mc Donalds oder Burger King, Starbucks oder Mc Café… Wir sind Kunden, wir haben die Macht der Entscheidung! Und trotzdem denkt man sich manchmal “Huch, wie bin ich denn da rein geraten!”.
Das dachte ich zum Beispiel voriges Jahr, als meine Kontaktlinsen auf einmal das dreifache kosten sollten von dem, was vorher abgesprochen war.
Ende vom Lied: Gezahlt – geärgert - KL seit dem wegen Problemen beim Tragen nicht mehr an gehabt.
Auch dieses Jahr hatte ich wieder mal ein Beispiel von “wenn Sie Glück haben, wird Ihnen geholfen”, als mein Auto in Inspektion sollte. “Nein, Sie brauchen keinen Termin, kommen Sie einfach Dienstags vorbei.”, meinte die nette Dame am Apparat. Also hat der Prinz frei genommen und ist los gedüst. Vor Ort hieß es dann “Heute haben wir aber keine Zeit mehr danach zu sehen. Da müssen Sie einen Termin machen.” ARGGG! Gut, wenn die unser Geld nicht wollen… Die nächste Werkstatt wollte, allerdings ein bisserl viel. Und die dritte ließ sich schon für´s nichts tun bezahlen, weil sie gravierende Mängel entdeckten, die nicht mal der TÜV eine Woche zuvor gefunden hatte.
Ende vom Lied: Ein netter Arbeitskollege hat mir mein Autochen in seiner Werkstatt für ein Drittel des Geldes wieder flott gemacht.
Und wie lange ich gebraucht habe bis ich einen Frisör gefunden habe, bei dem man am Ende wirklich zahlt, was am Anfang vereinbart war. “Darf´s noch eine Spülung sein? Wirklich nicht? So kann ich da aber nichts schneiden…die sind total strohig. Ich nehme mal noch das Pflegeshampoo (kostet extra, sag ich aber nicht).” *grumpf* Und wenn ich sage ich will keine Extrawurst und nur schneiden und basta, dann meine ich das auch so!
Ende vom Lied: Neuen Stammfrisör gefunden, der nicht nervt und das macht, was ich haben will. Es gut macht und nicht zu teuer ist.
Aber es gibt sie auch heute noch: positiven Kundenerlebnis, bei denen man noch das Gefühl hat “Manchmal ist der Kunde König”!
Zum Beispiel wurden wir sehr, sehr gut beraten als wir unsere komplett neue Motorradausrüstung gekauft haben, dafür aber kein Vermögen ausgeben wollten. Uns wurde genaustens der Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen an Hosen, Jacken und Helmen erklärt und warum das eine teurer ist und das andere nicht so teuer, aber trotzdem sicher. Und wir mussten auch nicht jedes Mal erneut darauf hinweisen, dass wir nicht das teuerste vom Teuren wollen. Und der Herr hatte echt Ahnung: “Breite Hüfte, probier mal die Hose, schmale Taille, nicht den Nierengurt, den kannste zwei Mal um dich wickeln. Tut der Helm nicht an der Stirn weh? Du hast ne vorstehende Stirn!”. Die breite Hüfte habe ich ihm noch übel genommen, aber als er meinte das wird schwer Handschuhe für mich zu finden, die optimal passen, weil meine mittleren drei Finge so lang, die Daumen und kleinen Finger aber so kurz sind, war ich schwer beeindruckt und dachte “Der kennt meine Anatomie besser als ich selbst!”.
In der Technikabteilung wurde mein Prinz sogar noch an der Kasse gefragt ob er sich mit dem Produkt auskenne und wirklich dieses wolle und nicht das andere (etwas preisgünstigere), was eventuell besser zu handhaben sei. *staun*
Ende vom Lied: Wir kommen gerne wieder!
Das wirklich rührendste Erlebnis liegt schon zwei Jahre zurück. Halloween-Nachmittag und wir hatten nichts weiter vor, als einen gemütlichen Abend mit Kürbis-Auflauf und ein paar Gruselfilmen zu verbringen. Einziges Problem: es gab nirgends mehr einen Kürbis!!! Auf gut Glück sind wir zu unserem Bio-Bauern gedüst, bei dem wir auch immer Heu und Stroh für unsere Kanino-Banditos holen, und er hatte tatsächlich noch einen wunderbar kleinen Kürbis da. Genau richtig! Doch ein Problem jagt das nächste: Im Zeitalter der Kredit- und EC-Karten hatten wir nicht mehr genug Bargeld um den Kürbis zu kaufen. Und was macht der nette Bio-Bauer? Er gibt ihn uns für das Restgeld, was wir noch hatten. Happy Halloween!!!
Ende vom Lied: Wir kommen wieder und haben an Weihnachten ein Tütchen mit selbstgebackenen Plätzchen vorbei gebracht.
Postkartenverlosung!!!
Mittwoch, 01. Juli 2009Schreibt mir bis zum 11. Juli warum ihr unbedingt eine Postkarte von mir aus Österreich bekommen wollt. Unter allen Teilnehmern werden drei ausgelost, denen ich dann eine suuuuperschöne Postkarte aus meinem Urlaub schreibe.


















