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Archiv für den 29. Juni 2009

“Wer Schmetterlinge lachen hört…”

Montag, 29. Juni 2009

“…der weiß wie Wolken schmecken.” Diesen wunderschönen Spruch habe ich gestern Abend bei meinem Lieblings-Trend-Italiener “Vapiano” gelesen. Irgendwie prägen sich solche Sprüche bei mir total ein. Ich weiß heute noch, dass beim “Vapiano” in Berlin folgender Spruch stand: “Wie man sich füttert, so wiegt man.” Für lustig befunden, sofort notiert und nie mehr vergessen.
Ich habe ein kleines Büchlein und da trage ich alle meine Lieblingssprüche und -zitate ein. Immer wenn ich irgendwo in einem Buch etwas lese, das mir gefällt, mache ich ein Post it dran und übertrage es in mein Büchlein. Immer wenn jemand was sagt, was mir irgendwie in Erinnerung bleibt, trage ich es ein. Auch lustige Versprecher zum Beispiel.
Habt ihr irgendwelche Lieblingssprüche oder ein außergewöhnliches Lebensmotto?

Und jetzt noch mal zu einem gaaaaanz anderen Thema: Am Samstag habe ich beim AvD (= Automobilclub von Deutschland) ein PKW-Sicherheitstraining gemacht und da ich das jedem Autofahrer nur wärmsten empfehlen kann, wollte ich kurz davon berichten. 
Ganz günstig sind diese Trainings nicht (ca. 80-100 Euro), aber wusstet ihr, dass es in vielen Fällen Gutscheine der Berufsgenossenschaft gibt (für junge Fahrer und Vielfahrer vor allem). Einfach mal nachfragen! Ich habe den Kurs so jedenfalls über die Firme ”geschenkt” bekommen. Und nicht nur das: der AvD hat unsere lustige Truppe sogar zum Mittagessen in eine Pizzeria eingeladen, weil wir Leutchen dabei hatten, die den Kurs bei der FAZ (= Frankfurter Allgemeine Zeitung) gewonnen hatten. Daaaaanke AvD, es war lecker!!!
Nun aber zum eigentlichen Training: Morgens um 10h reisten wir alle mit unseren Autochen an (habe den Kurs zusammen mit der Freundin von meinem Bruder besucht) und durften erst mal in einer laaaangen Reihe alle nebeneinander rückwärts einparken. Nennen wir es den “Idiotentest”— zweimal vor und zurück und Frau steht halbwegs grade in der Lücke. *stolz* Danach ging es zu einer kurzen Vorbesprechung, bei der wir uns ein bisschen über Vorerfahrungen (frühere Kurse, Unfälle und andere brenzlige Situationen) auslassen durften. Dann gab es schicke knallorangene Warnwesten und auf ging es mit den Autos aufs Testgelände. Da ich direkt gegenüber von der Teststrecke arbeite, kannte ich mich natürlich bestens aus.
Und dann ging es ans Eingemachte. Jeweils zu zweit bekamen wir ein Funkgerät und dann wurden abwechselnd die Übungen gemacht. Also hielt immer einer das Funkgerät, der andere ich gefahren, dann umsteigen in das andere Auto und nochmal das ganze mit Rollentausch. Ich fand es echt angenehm zu zweit zu fahren, denn man konnte sich schon einiges als Beifahrer abgucken und außerdem hatte man jemanden zum Plaudern in der Wartezeit bis man an der Reihe war. Ich hatte am Vorabend ja etwas Panik geschoben a la “Was wenn ich mich zu blöd anstelle? Was wenn ich mich nicht traue? Was wenn ich einen Unfall baue?”, aber dann hat es total viel Spaß gemacht!!!
Zuerst wurde uns die richtige Sitzposition im Auto erklärt und wir haben festgestellt, dass die typische Rentnersitzhaltung (halb in Lenkrad beißen) eigentlich das einzig wahre ist! Dann ging es  los mit Slalom fahren. Dann weiter mit Vollbremsungen (bei 30, 50 und 70 km/h) und anschließend mit der Kombi aus beidem: Vollbremsung und dabei einem Hinderniss ausweichen. Mit ABS und auf trockener Fahrbahn kein Problem, aber man muss schon ordentlich arbeiten am Lenkrad. Und wenn man zu weit hinten sitzt, wird es tatsächlich unmöglich! Sehr lustig war, das alle Hütchen, die es zu umfahren galt, Namen hatten. Und wie oft haben wir den armen “Herbert” überrollt. Immer wieder kam durchs Funkgerät ein Schrei: “Neeeeein, nicht wieder Herbert!” *kaputtlach*
Nach der Mittagspause kamen dann die wirklich interessanten Sachen: fahren und bremsen auf spiegelglatter Fahrbahn (mit Wasser auf einer ganz glatten Oberfläche wurde eine Schneefläche simuliert). Ich war mit meinen schon ziemlich abgefahrenen Sommerreifen echt im Nachteil. Wir hatten einen Corsa mit Winterreifen dabei und der hat bei der selben Geschwindigkeit weniger als die Hälfte meines Bremswegs gebraucht, bzw. mein Autochen kam erst nach der Schlitterstrecke auf der normalen Fahrbahn wirklich wieder zum Stillstand! *Schock* Ich fahre zwar nicht mit Sommerreifen im Winter, aber ich hätte nie gedacht, dass der Unterschied so extrem ist. Noch schlimmer war es bei einer Übung, bei der wir die Situation nachstellten, dass man auf die Autobahn auffährt und direkt auf der Beschleunigungsspur Öl ist oder was ähnliches… Keine Chance mit meinen abgefahrenen Reifen, obwohl ich mit denen noch kürzlich ohne Probleme über den TÜV kam!
Am meisten Spaß hat aber das Schleudern gemacht! In so eine Situation sollte man normal hoffentlich nie kommen, aber mal zu sehen wie das Auto reagiert und wie man selbst reagieren sollte war wirklich eine Erfahrung! Normal schleudert man bei 50 km/h nicht, wenn man ABS hat, aber wir haben gezeigt bekommen, wie man das ABS umgeht und dann ging es mit der linken Seite auf die glatte Fahrbahn, mit der rechten Seite auf griffige Fahrbahn - Vollbremsung – und drehen, drehen, drehen! =D Ich hatte erst etwas Angst und wir wurden auch nicht gezwungen zu schleudern, aber letztendlich hätte ich mich sicher hinterher geärgert es nicht probiert zu haben.
Erkenntnisse des Tages: Man sitzt eigentlich gefühlsmäßig immer viel zu weit hinten im Auto und gute Reifen können einem echt das Leben retten! Und deshalb ruht mein Autochen gerade auf der Hebebühne, strampelt mit den Achsen und bekommt neue Reifchen. PUH! Ende meines kurzen Berichts. Hatte ich echt “kurz” gesagt??? ;P