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Archiv für den 26. April 2009

Vorstellungsrunde Part 1

Sonntag, 26. April 2009

Eigentlich ist das ja schon die zweite Vorstellungsrunde, aber die “Bis(s)”-Reihe ist ein Thema für sich. ;) Heute also zur Animeserie “School Rumble“, die ich gerade fertig bekommen habe und zu meinem kürzlich verschlungenen Lesefutter “Der Tote im Sumida” von Sujata Massey (ja, es gibt ein Leben nach Edward & Co, wenn auch ein etwas trauriges, leeres…Es fehlt was!).

Quelle: Tokyopop

Quelle: Tokyopop

Ich hatte mal wieder Lust auf eine richtig lustige, süße Serie und da mir einige Komilitonen aus dem Japanischkurs meines Prinzen schon vor einiger Zeit “School Rumble” empfohlen hatten, habe ich mich jetzt mal an die erste Staffel gemacht.
Erzählt wird die Geschichte von Tenma, einem quirligen Schulmädchen, und ihren Schulfreunden. Die Geschichte dreht sich um die alltäglichen und nicht ganz so alltäglichen Erlebnisse der Schüler und natürlich spielt auch das Thema Liebe eine große Rolle. Richtig romantisch wird es allerdings selten, da sich die Liebesszenen nur im Kopf der Heldin abspielen und die Realität meist eher mit komischen Situationen ein herrlich buntes Chaos von “Wer mit wem” oder vielleicht doch lieber “Der mit dem” herauf beschwört. Wie in den meisten Schul-Comedy-Serien gibt es weit mehr weibliche Hauptcharaktere, als männliche, aber das stört in diesem Fall überhaupt nicht. Tenma ist einfach ein Chara zum lieb haben und immer wieder knuddeln wollen. Besonders lustig fand ich ihre Frisur mit den seitlichen “Antennen”, die  je nach Gefühlslageein Eigenleben entwickeln. *smile*
Nach dem Ansehen der ersten Staffel, freue ich mich jetzt auf die OVA und die weiteren Staffeln (mittlerweile sind es schon drei Staffeln, was für die Beliebtheit der Serie spricht). In Deutschland ist die Serie übrigens bei Tokyopop erschienen und zählt wohl schon zu den Klassikern im deutschen Anime- und Mangaprogramm.

Fazit: Wem Serien wie “Love Hina” gefallen, der wird auch an dieser Serie seinen Spaß haben. Eine Gute-Laune-Serie mit Suchtfaktor, mit viel Humor und wenig Tiefe. Die Charaktere sind dennoch sehr liebevoll gestaltet, aber eher “Tpyen” als “Individualisten”.

 

Quelle: Piper Verlag

Quelle: Piper Verlag

Und nun zu meinem letzten Lesefutter, dass ich innerhalb von drei Tagen verschlungen habe: “Der Tote im Sumida“.  Bei dem Buch handelt es sich um das neueste auf deutsch erschienene Werk (Piper Verlag) der in Amerika lebenden indisch-deutschen Krimiautorin Sujata Massey. Ihre Rei Shimura-Reihe hat ihr schon viel positive Kritik eingebracht und ich habe bisher alle auf deutsch erschienen Bände (einen auch auf Englisch) gelesen.
Rei Shimura ist halb Amerikanerin, halb Japanerin und arbeitet zu Beginn der Serie als  Englischlehrerin in Tôkyô. Später macht sie ihr Hobby, Antiquitäten kaufen, sammeln und verkaufen, zu ihrem Beruf. Durch ihr Hobby wird sie immer wieder in Verbrechen verwickelt, die sie als Hobbydetektivin löst.
Im neuesten Band der Serie arbeitet Rei erstmals offiziell als Geheimagentin für eine amerikanische Organisation und soll in Japan die unerklärlich hohen Gewinne einer großen Kaufhauskette überprüfen.
Als mittlerweile schon langjähriger Shimura-Fan bin ich von dem neuesten Werk etwas enttäuscht. Irgendwie kam es mir sehr kurz im Verhältnis zu den bisherigen Geschichten vor. Die Kapitel hatten jeweils nur wenige Seiten und das Ende kam mir mehr als lasch vor. Der Japanaspekt war wie immer sehr interessant und ich habe viele neue Erkenntnisse über japanische Kaufhäuser gewonnen, aber der Krimifall und die Persönlichkeit von Rei kamen dieses Mal irgendwie zu kurz. Vielleicht liegt meine Enttäuschung auch in der ungewöhnlich spannenden Lektüre der Bis(s)-Reihe begründet, nach der einen so schnell nichts mehr umhaut, aber ich habe insgesamt das Gefühl, dass die Serie abbaut. Dennoch bin ich gespannt wie es weiter geht und werde sicher auch die restlichen Bände der Serie lesen, sobald sie erscheinen.

Fazit: Ein kurzweiliges Vergnügen mit etwas an den Haaren herbei gezogenem Ende. Hatte mir mehr erhofft, aber dennoch für Fans der Serie und Japanfans zu empfehlen.