Archiv für den 29. März 2009
Trauriger Abschied, hoffnungsvoller Neubeginn.
Sonntag, 29. März 2009
Am letzten Donnerstag ist überraschend unsere kleine Miki gestorben.
Anfang des Jahres wurde ein Herzfehler festgestellt, der zwar medikamentös behandelt wurde, doch viel Hoffnung wurde uns nicht gemacht. Doch Miki war eine Kämpferin. Die erste Prognose war so schlecht, dass die Tierärztin ihr noch 2-3 Tage gab, doch darauß wurden fast 3 Monate. Für diese Zeit bin ich sehr, sehr dankbar. Unerwartet traf es uns dennoch, denn es ging Miki wieder sichtlich besser und noch am selben Tag ist sie herumgetollt und hat normal gefressen. Ich hoffe, dass sie nicht lange gelitten hat und sie ist in unserem Beisein gestorben, wodurch sie auch hoffentlich nicht so doll Angst hatte. Am Freitag haben wir sie begraben.
Bei all unserer Trauer gab es jedoch jemand, der noch mehr litt: Sakura, die seit ihrer Geburt mit Miki zusammen war. Es tat uns in der Seele weh sie leiden zu sehen und so sind wir am Samstag bereits etwas überstürzt aufgebrochen um in Tierheimen nach einem neuen Freund für Sakura zu suchen. Leider gab es in den Tierheimen fast nur Weibchen und Jungtiere. Da andere Weibchen, die nicht aus der eigenen Sippe stammen (Miki und Sakura waren Geschwister), nur selten akzeptiert werden und ein Jungtier sich nicht gegen unsere kleine Diva behaupten könnte, suchten wir nach einem ausgewachsenen Männchen. Da die Suche in den Tierheimen der Umgebung leider erfolglos blieb, sind wir dem Hinweis einer Freundin gefolgt und zum “SuperPet” gefahren. Dort werden die Tiere tierärztlich gut betreut hieß es und tatsächlich waren wir über die für eine Tierhandlung recht großen Gehege positiv überrascht. Leider gab es auch hier nur sehr junge Männchen, doch immerhin waren vier ausgewachsene Rammler dabei.
Wir standen gerade an einem der Gehege und sahen uns ein frisch kastriertes Männchen an, das uns allerdings von der Gewichtsklasse her schon etwas zu groß und wuchtig für unsere zarte Sakura erschien, als es im Nachbargehege einen riesigen Radau gab. Ein kleines braun-weißes Männchen jagte sämtliche Gehegeinsassen bei dem Versuch sein kleines Stückchen Möhre zu verteidigen. Mein Prinz und ich sahen uns an und dachten wohl in dem Moment beide: “Der ist es! Der kann sich gegen unsere kleine Zicke behaupten!”. Und so kam Kibô (jap. “Hoffnung”) zu uns.
Der kleine muss noch kastriert werden, aber dann dürfen die beiden endlich zusammen. Und ich hoffe sehr, dass sie sich gut verstehen werden, aber erste Beschnüfflungsversuche verliefen positiv, was durchaus hoffen lässt. Mit Zeit und Geduld hat sich bisher noch jedes Kaninchenpaar zusammengerauft, habe ich mir sagen lassen. Und dass es die richtige Entscheidung war den kleinen Prinzen zu uns zu holen sieht man schon jetzt an Sakuras Verhalten. Sie ist wieder wie ausgewechselt. Wie vorher halt…
Drückt uns die Daumen, dass Kibô gesund ist (am Montag geht´s erst mal zum Tierarzt), und dass er und Sakura glücklich miteinander werden. Ich werde berichten, wenn es neues gibt.


















